Wilhelm Holthus
05.11.1993
Klasse 1 / Teilungsgruppe 1 (13 Sch / 5 J - 8 M)

Entwurf für eine Unterrichtsstunde im im Anfangsunterricht der 1. Klasse zum Wochenthema "im Kino"
Thema der Stunde: Wir zeichnen und basteln ein "Schiebekino"
(Lernbereiche Deutsch, Sachkunde, BK - übergreifend)


Einige grundsätzliche Anmerkungen zum Anfangsunterricht

Anmerkungen zur Sache

Bemerkungen zur Lerngruppe

Lernziele des Wochenthemas "Im Kino"

Bemerkungen zur Lernentwicklung der Klasse 1 e

Geplanter Verlauf der gezeigten Unterrichtsstunde


1 "Ich will lesen und schreiben!" - einige grundsätzliche Anmerkungen zum Anfangsunterricht

Der Anfangsunterricht in der 1. Klasse ist ein Lernabenteuer ganz eigener Art. Am Ende ihrer Grundschulzeit äußern die Schüler, nach Wichtigem ihrer Schulzeit gefragt, fast immer an erster oder zweiter Stelle: "Das Lesen- und Schreibenlernen". Ein Hinweis darauf, weiche Bedeutung der Schuleintritt auch lebensbiographisch hat. Umso wichtiger also, diesen Prozeß so zu planen und zu gestalten, daß er von jedem Kind als Erfolg erlebt wird. Die Kinder wollen zu Beginn des ersten Schuljahres in der Schule lernen. Sie haben hohe Erwartungen und erhoffen schnelle Resultate. Wichtig ist, daß die Schule diese Erwartungen ernst nimmt und sie im Unterricht aufgreift. Daher benötigen die Kinder in der Schule vielfältige Angebote und Anregungen, um individuelle Lernwege beschreiten zu können. Als allgemeines Ziel für den Anfangsunterricht hat Hans Brügelmann formuliert: "Die Einbahnstraße Lehrgang wird aufgefächert in ein Wegenetz mit unterschiedlichen Zugängen zur Schrift". Wenn man aus Untersuchungen weiß, daß in einer durchschnittlichen 1. Grundschulklasse Kinder zusammen lernen und arbeiten, deren Unterschiede im Entwicklungsstand bis zu drei Jahren betragen können, wird deutlich, welche hohen Anforderungen an den Lehrer gestellt werden. Differenzierungsmöglichkeiten sind von Anfang an in den Unterricht miteinzubeziehen und vom 1. Schultag an notwendig. Weitere wichtige Grundsätze des Anfangsunterrichts seien hier nur skizzenhaft aufgeführt:

2. "Niko im Kino" - Anmerkungen zur Sache

Der im Unterricht verwendete Kunterbunt-Fibel (Die Kinder nennen es nach dem Maskottchen bzw. der Leitfigur der Fibel: Niko-Buch) liegt eine besondere Art der Methodenverbindung zugrunde. Es handelt sich um eine Verbindung von integrierter Methode, analytisch-synthetischer Methode und einer Bild-Wort-Anlaut-Methode. Durch die Integration des Bild-Wort-Ansatzes wird das methodische Kernprogramm (akustisches und optisches Durchgliedern von Wörtern) durch eine weitere Zugangsmöglichkeit erweitert, die es den Kindern erlaubt, ihren Lese/Schreiblernprozeß selbst zu steuern. Mit Hilfe der Anlauttabelle können die Kinder eigene Texte selbständig aufschreiben. Die Fibel verfolgt in Darbietung des Text- und Buchstabenmaterials einen fächerübergreifenden und handlungsorientierten Ansatz mit starker Betonung sachkundlicher Inhalte. Es werden den Kindern Texte angeboten, die sich sehr stark auf die Lebenswelt der Schulanfänger beziehen. Jede Fibeldoppelseite bietet ein Thema an, einen situativen Kontext, in dem die jeweils im Lehrgang zu lernenden Buchstaben eingepaßt sind. Außerdem werden weitere Anregungen zu einem handlungsorientierten Arbeiten aus der Fibel heraus geboten. So ergibt sich ein organischer Rahmen für das schulische Lernen in Zusammenhängen mit allen Sinnen. Für diese Woche ist das Thema "Im Kino" vorgesehen, dabei wird im Lese-/Schreiblehrgang der Buchstabe N/n ausgegliedert und mit auditiven und visuellen Übungen systematisierend gelernt. Die Fibelseiten enthalten neben den zeichnerischen Darstellungen eines Kinoplakates mit "Niko" eine weitere mit den Fibelkindern Lisa und Timo im Kino (Niko ist natürlich auch dabei). Folgender Text wird den Kindern als Lesematerial angeboten:

Timo, komm mit
Komm mit ins Kino
Niko ist im Kino

Für den Unterricht ist die Fibel nicht der Ausgangspunkt des Unterrichtsgeschehens, jedoch wichtige Grundlage für die Planung der Unterrichtsthemen. Erst nachdem in der Klasse zu den einzelnen Inhalten gearbeitet wurde, werden die Texte im Niko-Buch dargeboten und erlesen.

Das Thema Kino scheint besonders geeignet, im Unterricht aufgegriffen zu werden. Niemand wird heute ernsthaft bestreiten, daß Kinder erfahrene Mediennutzer sind. Kassettenrekorder und Fernseher sind Alltagsgegenstände, deren Benutzung selbstverständlich ist. Daß dies vor ein bis zwei Generationen noch anders war, kann von heute aufwachsenden Kindern nicht ernsthaft nachvollzogen werden.

Für die Grundschule ist der bewußte Umgang mit Medien ein übergeordnetes Erziehungsziel für die gesamte Grundschulzeit. Der Lernbereich Sachkunde sieht es als "eigenes Thema" für das 3. Schuljahr vor. Doch kann sich aktive Medienerziehung sicher nicht in der Behandlung einer einmaligen Unterrichtseinheit erschöpfen.

Für die gezeigte Unterrichtsstunde kann an einige Begebenheiten in der letzten Zeit in der Klasse angeknüpft werden. Jennifer erzählte, sie habe neulich keine "Fahrkarte" mehr für das Kino bekommen und sei als Ersatz in den Zirkus gegangen. Ferit hat sich einen Dinosaurierfilm angesehen. Jacqueline brachte ein "Schiebekino" mit, das sie in der Klasse vor allen stolz demonstrierte - sie hatte es im Kinderüberraschungsei gefunden. Dadurch, daß die Kinder in der vorliegenden Stunde aufgefordert werden, selbst eine Bilderfolge als "Film/eine Filmsequenz" zu erfinden und zu gestalten wird die Konsumentenhaltung ein Stück weit aufgebrochen. Sie selber werden in bescheidener Weise zum aktiven "Produzenten". Dies kann für Kinder, denen kein eigener Film "einfällt" u.U. ein Problem darstellen, dessen Überwindung sich der Lehrer behutsam annehmen sollte. Wenn solche Erfahrungsmöglichkeiten den Kindern wiederholt geboten werden, kann dies zum Aufbau einer bewußten und kritischen Haltung gegenüber den Medien beitragen. Im Sinne eines Spiralcurriculums kann dies z. B. in den oberen Klassen zu der Produktion eines eigenen Spielfilms führen, wie ich es bei Projekttagen der Schule schon angeboten habe. Außerdem kann in Ansätzen ein Wissen um die technischen Voraussetzungen und Funktionsweisen des Kinos angebahnt werden: Filme bestehen aus vielen einzelnen Bildern. Im Museum für Verkehr und Technik können wir uns dann im vierten Schuljahr eine Zoetrope anschauen oder eine Laterna Magica. Im Rundfunkmuseum den historischen Spuren von Radio und Fernsehen nachgehen. Wünschenswert wäre auch der Besuch des eindrucksvollen "Momie - Museums" in London, doch das wir wohl zu weit sein für uns. Eine zusätzliche Attraktivität gewinnt das Thema durch Niko, die bei den Kindern außerordentlich beliebte Fibelfigur. Ihn als Filmstar zu sehen, spricht die emotionalen. Kanäle der Kinder voraussichtlich besonders an.


nach oben


3. Die Klasse 1 e - Bemerkungen zur Lerngruppe

Seit Anfang August lernen und arbeiten die Kinder in der Klasse 1e zusammen. Die Klasse hat 24 Kinder, davon 11 Jungen. Die Kinder besuchten davor mit zwei Ausnahmen alle eine Vorschule, allerdings nicht die unserer Schule, sondern verschiedene andere Vorschuleinrichtungen. Daher kannten sich zu Beginn des Schuljahres nur wenige Kinder untereinander aus privaten oder schulischen Zusammenhängen. Dennoch wuchs die Klasse schnell zu einer Gemeinschaft zusammen, und es herrscht in der Regel zwischen den Kindern ein kameradschaftlicher und netter Ton. Einige Kinder fühlen sich inzwischen so wohl und sicher, daß sie gelegentliche kleine Regelverletzungen versuchen (Motto: "Mal sehen, wieweit ich gehen kann"). Das Bewältigen des Alltages als Schulkind und die Bestätigung der Leistungen in der Schule haben bei etlichen Kindern eine deutliche Stärkung des Selbstvertrauens ergeben, so daß die Eltern teilweise überrascht sind von einer gewachsenen Selbständigkeit, die die Kinder für die Eltern anstrengender macht. Vier Kinder der Klasse sind türkischer Nationalität. Ihre deutschen Sprachkenntnisse sind gut, ihr Lern- und Arbeitseifer ist ausgeprägt und von einem hohen Ehrgeiz getragen. Nur F. zeigte von Anfang an ein ungewöhnliches Verhalten. Er sprach nicht, weder türkisch noch deutsch, weder zu Mitschülern und Lehrern. In seinen sonstigen Arbeiten zeigte er allerdings, daß er vieles verstanden hatte. Lange überlegten wir Lehrer, ob wir ihn zurückstellen sollten. Intensive Gespräche mit der Schulpsychologin und den Eltern bewogen uns dann jedoch, F. bei uns zu behalten. Inzwischen hat er eine solch hohe Selbstsicherheit entwickelt, daß er sich schon einmal im Unterricht meldet, etwas sagt oder etwas vorliest. Für uns Lehrer ist dies eine verblüffende Entwicklung. Die Erfahrung mit F. bestärkt uns, weiter auf die Kinder und die ihnen innewohnenden Kräfte und ihr Entwicklungspotential zu vertrauen, ihnen Zeit zu lassen, sich zu entwickeln und Zuwendung zu geben, so gut wir dies können. J. war von Anfang an von den Aufgaben überfordert. Wir mochten ihn auf Grund seiner mitfühlenden Art sehr, doch im Vergleich zu den anderen Kindern fiel er im Lernen immer weiter zurück. Daher veranlaßten wir in Übereinstimmung mit der Mutter die Zurückstellung. J. besucht seit dieser Woche wieder die Vorschule. Drei Mädchen der Klasse sind polnischer Abstammung, was sich in der Klasse positiv bemerkbar macht. Ihr Sozialverhalten ist gut und für das Lernen sind sie sehr aufgeschlossen. E. war das erste Kind, das es schaffte, auch unbekannte Wörter herauszubekommen. Ed. ist erst kurze Zeit in Deutschland. Er stammt aus Bosnien, wo sein Vater an einer der zahlreichen Fronten kämpft. Seine Mutter spricht kaum deutsch, hat jedoch hilfreiche Unterstützung durch Verwandte, die sich auch intensiv um Ed. kümmern. Ed. selbst fällt es auf Grund seines Temperamentes immer noch schwer, sich mit Äußerungen zurückzuhalten und zu warten, doch ist er gut ansprechbar und besten Willens, sein Verhalten zu ändern. Alle anderen Kinder arbeiten mit Freude und Begeisterung (mehr oder weniger) in der Schule mit. Sie zeigen eine hohe Bereitschaft, sich auf die Lernangebote der Schule einzulassen. Einige haben gelegentlich Probleme mit der Erfüllung der eigenen hohen Erwartungen und äußern dann Unzufriedenheit mit sich: "Ich kann nichts". Viele Kinder wachsen in einer Kleinfamilie mit älteren Geschwistern auf, einige mit alleinerziehenden Elternteilen. Diese sind in ihrer Selbständigkeit besonders gefordert und müssen schon vieles allein organisieren. Im Erzählkreis vom Wochenende erzählten mehrere Kinder von Streit zwischen den Eltern. In behutsamen Elterngesprächen versuchen wir Lehrer derzeit, den familiären Umständen auf den Grund zu gehen. Als Klassenlehrer habe ich die Klasse zu Beginn des Schuljahres übernommen zusammen mit der Kollegin Frau Paar, die als stellvertretende Klassenlehrerin einen ebenso hohen Stundenanteil in der Klasse unterrichtet und mich auch bei anfallenden organisatorischen Arbeiten erheblich entlastet. Ich unterrichte selbst schwerpunktmäßig die Lernbereiche Deutsch und Sachkunde, die Kollegin Paar schwerpunktmäßig die Lernbereiche Mathematik und Musik, außer dem katholische Religion. Wir versuchen im Unterricht eng zu kooperieren und streben an, lernbereichsübergreifend zu arbeiten. Für die nächste Zeit haben wir die Einführung von Planarbeit vorgesehen. Für den Sportunterricht der Klasse ist eine Fachlehrerin zuständig.


nach oben


4. Wir lernen in der Schule - Lernziele des Wochenthemas "Im Kino"

Für die hier geplante Unterrichtsstunde gilt das Ziel:

Die Schüler-innen zeichnen eine Bilderfolge als "Schiebefilm" und demonstrieren ihre Stundenergebnisse in der Kreisformation. Für die Woche gelten folgende Zielsetzungen:

Die Kinder lernen, die Buchstabenform N,n zu erkennen, zu hören und zu schreiben.

Die Kinder können von eigenen Kino- und Fernseherfahrungen erzählen.

Die Kinder erweitern ihre Lesefähigkeit durch das Lesen und Entziffern der angebotenen Texte.

Die Kinder erweitern ihre Schreibkompetenz durch eigene Schreibversuche nach der Bild-Anlaut-Methode.

Die Schüler erweitern ihre Fertigkeiten durch die Herstellung eines Schiebefilms. Sie üben dabei das Schneiden und Kleben von Papier.

Die Kinder erweitern ihr Sachwissen durch die Anbahnung der Erkenntnis: Ein Film besteht aus vielen einzelnen Bildern.

Die Kinder schulen ihr ästhetisches Empfinden (Bewußtes Hören von Meditationsmusik - Zeichnen einer Bildergeschichte)


nach oben


5. Drei Monate Schule - was hat sich entwickelt? Bemerkungen zur Lernentwicklung der Klasse 1 e

Drei Monate Schule und aus neugierigen Schulanfängern wurden inzwischen erfahrene Schüler-innen. In der Bewältigung des Schulalltages (an Turnbeutel denken und Frühstücksbrot, die schwere Schulmappe, Sachen aufräumen, nach der Schule in den Hort, alleine zur Schule gehen, usw.) sind fast alle Kinder inzwischen souverän, nur noch selten wird unsere Lehrerhilfe abgefordert. Das Arbeiten nach Anweisungen beherrschen fast alle ebenfalls. Die sprachlichen Fähigkeiten sind gut, die Kinder erzählen gerne und in der Regel verständlich und verwenden teilweise schon komplexe Satzbaumuster. In allen Bereichen des vorfachlichen Unterrichts wurden sichtbare Fortschritte erzielt. Besonders spannnend ist dabei naturgemäß der Bereich Lesen / Schreiben. Viele Kinder sind durch die Nutzung der Bild-Anlaut-Methode inzwischen in der Lage, einzelne Wörter lautgetreu aufzuschreiben. Einige sind darin inzwischen so sicher, daß sie sich in dem Notieren kurzer Texte versuchen, z.B als Entschuldigung (Ich hate hustn) oder als Beschwerde (Mama, Du hos mich nich mer lip). Das Schreiben von "Briefen" entwickelte sich vor den Herbstferien zur großen Mode, ich als Lehrer hatte große Mühe, alle zu beantworten. So haben die Kinder inzwischen schon etliche Erfahrungen mit Schrift gesammelt. Auch im Lesen machten etliche Kinder große Fortschritte. E kann inzwischen lesen, auch einige andere Kinder sind inzwischen in der Lage, unbekannte Wörter zu "entziffern". Besonders fruchtbare Momente im Unterricht gab es immer dann, wenn wir Lehrer Anregungen der Kinder aufgriffen: F zeigte z.B. allen Kindern, wie man Muster in Faltpapiere schneidet, und alle machten es begeistert nach. Die Zusammenarbeit mit den Eltern begann ebenfalls sehr positiv. An unserer schulischen Arbeit nahmen sie von Beginn an interessiert und aufgeschlossen Anteil. Bitten wir Lehrer um elterliche Unterstützung, helfen sie sofort nach besten Kräften. Ein Beispiel dafür war ein gemeinsames Frühstück vor den großen Herbstferien, das die Eltern fast in Alleinregie ausrichteten.


nach oben


6. Geplanter Verlauf der gezeigten Unterrichtsstunde

1. Phase: Anfangskreis (5 - 10 Minuten), Einstimmung

Einige den Kindern vertraute Übungen zu Lauten und Buchstaben werden aufgegriffen. Dazu gehört das Darstellen einfacher Wörter durch Lautgebärden oder das Spiel "Karte ziehen" (Ein Schüler zieht aus einem Stapel eine Bildkarte, gemeinsam wird versucht, das Wort zu verschriften). Da Jennifer heute Geburtstag hat, gehen wir darauf kurz ein und vertagen die offizielle Feier auf die 4. Stunde. Ein Begrüßungslied zu Beginn eröffnet den Tag.

Kommentar: In der Woche haben die Kinder zweimal Unterricht in der Teilungsgruppe. In diesen Stunden ist es ohne Probleme möglich, einen Kreis vor der Tafel aufzubauen. Mit der gesamten Klasse ist dies schwierig, da die Stühle zuviel Platz verbrauchen. Das Morgenritual "Anfangskreis" ist für die Kinder wichtig. Es schafft eine vertraute Nähe, die zur Zeit fast privaten Charakter hat, da etliche Kinder der Klasse krank sind. Intensives Üben von Fertigkeiten und Besprechen von Themen im Kreis werden von den Kindern gerne angenommen, da sie gerade in der Teilgruppe häufig drankommen.

2. Phase: Kreis, Hinführung zum Stundenkern (7 - 10 Minuten)

L zeigt Fühlkiste, Sch. finden die Buchstaben I - N - 0 - K. Daraus werden die Wörter NIKO und KINO gelegt.

L spielt Meditationsmusik von der Kassette, fordert die Kinder zu einer Bilderreise im Kopf auf. Hinterher kurzer Austausch über die Reisebilder.

Überleitung zur Aufgabenstellung: "Wir basteln einen eigenen Film". L zeigt Streifen mit leerer Feldeinteilung für 5 Bilder. L erklärt die Aufgabe: einen eigenen Film zeichnen.

Differenzierungsmöglichkeiten:
- Sch zeichnen weitere Bilder (zweiter Streifen)
- Sch malen einen "fertigen" Bildstreifen aus
- Sch zeichnen auf anderen Papierformaten
- Sch versehen den Film mit "Ton", (Sprechblasen)

Kommentar:
Die "Meditationsmusik" soll helfen, bei den Kindern innere Bilder zu erzeugen. Dies kann ihnen danach helfen, eigene Ideen für ihren Film zu entwickeln. Je nach Reaktion der Kinder werden Möglichkeiten der Bearbeitung ggf. genauer besprochen. Äußerungen der Kinder zur Aufgabe werden aufgegriffen.

3. Phase: Arbeitsphase (20 - 25 Minuten)

Kinder arbeiten an ihren Filmen, L berät und gibt Anregungen, hilft und bestätigt, ermuntert, greift eventuell korrigierend ein. Wenn die Sch es wünschen, versieht L die Bilder mit Texten.

Kommentar:
Zunächst wird es für den L möglicherweise notwendig sein, den Kindern Mut zu machen, mit dem Zeichnen zu beginnen.
Wenn einige Kinder etwas mehr Zeit zum Überlegen und Nachdenken benötigen, wird dies zugelassen.

4. Phase: Präsentation der Zwischenergebnisse (5 Minuten)

Im Kreis stellen die Kinder die fertiggestellten Bildstreifen vor. Eventuell Fertigstellung als Hausaufgabe.

Kommentar: Die Veröffentlichung und Präsentation von Ergebnissen ist ein wichtiges Moment im Unterrichtsprozeß. Die Anerkennung und Bestätigung der geleisteten Arbeit durch andere ist eine der wichtigsten Triebkräfte für das weitere Lernen. Durch das Vorstellen der Bildstreifen lernen die Kinder ihr eigenes Tun mit dem der anderen zu vergleichen und zu reflektieren. Doch das wichtigste Moment ist die Beachtung und Ermutigung durch die anderen. Gegebenenfalls können Tips gegeben werden im Sinne eines "Voneinander Lernens".


nach oben


©opyright Wilhelm Holthus, Berlin, November 1993

Sofern im Einzelfall nicht anders geregelt und soweit nicht fremde Rechte betroffen sind, ist eine Verwendung der Dokumente als Teile oder als Ganzes in gedruckter und elektronischer Form für den schulischen Bereich sowie Ausbildungszwecke gestattet, unter der Voraussetzung, dass die Quelle

"d.w. - online": http://www.dagmarwilde.de

genannt wird und diese Anmerkungen zum Copyright beigefügt werden.

Ohne vorherige schriftliche Genehmigung durch die Verfasser/innen ist eine kommerzielle Verbreitung der auf diesem Server liegenden Dokumente ausdrücklich untersagt.

These pages belong to "d.w. - online": http://www.dagmarwilde.de

Permission is hereby granted to use these documents for personal use and in courses of instruction at educational institutions provided that the articles are used in full and this copyright statement is reproduced. Permission is also given to mirror these documents on WorldWideWeb servers. Any other usage is prohibited without the written permission of the author. Please mail.

06.04.2003


weitere Unterrichtsmodelle Lernbereich Deutsch



 

nach oben

Lernbereich MÄERZ

vorfachlicher Unterricht

Forum

Links

zur Startseite

Lernbereich Deutsch

Fachseminar VU

Unterrichtsmodelle

Willkommen

Lernbereich Sachkunde

Seminarergebnisse

Unterrichtsszenarien

Sitemap

Aktuelles

Neue Medien

Materialien für die Fachseminararbeit

Diskussion

Ein roter Faden