Jutta Leutgeb Oktober 1999
1. SPS Marzahn (L)

Stundenentwurf
Wie kommt Farbe aufs Papier? - Experimente zum Farbauftrag

VU / LERNBEREICH MÄERZ
Klasse: 3


 

Planungszusammenhang

Rahmenplanbezug

Sachdarstellung

Unterrichtsvoraussetzungen

Didaktische Reduktion

Lernziele

Didaktisch - methodische Überlegungen

Literatur

Verlaufsplanung


 

Thema der Unterrichtsstunde:
Wie kommt Farbe aufs Papier? - Experimente zum Farbauftrag

1 Planungszusammenhang

1.1 Thema der Unterrichtseinheit
Wasser

1.2 Gliederung der Unterrichtseinheit

1. Assoziationen zum Thema Wasser
2. Das Märchen vom Fischer und seiner Frau
3. Welche Farbe hat das Wasser?
4. Wie kommt Farbe aufs Papier? - Experimente zum Farbauftrag
5. Verschiedene Künstler und ihr Umgang mit Farbe
6. Schreiben eigener Wassergeschichten
7. Unser "Wasserbuch"

2 Rahmenplanbezug

Das Thema "Wasser' eignet sich gut dazu, lernbereichsübergreifend zu arbeiten. Sprachliche, sachliche und musisch-ästhetische Aspekte, die dem Lerngegenstand eigen sind, werden in der Unterrichtseinheit integriert. Inhalte und Ziele der Lernbereiche Deutsch und BK sind bewusst in die Planungsüberlegungen einbezogen: Der Rahmenplan Deutsch für die dritte Klasse führt das Märchen neben anderen Textsorten an. Zunehmend umfangreichere Märchen sollen gehört, gelesen und vorgelesen werden, ausgewählte Merkmale des Märchens, insbesondere die Wiederkehr formelhafter Wendungen, sollen erkannt werden (S. 70 f.). Im Rahmen des Texte Verfassens sollen sowohl Geschichten erzählt als auch Vorgänge und Situationen beschrieben werden (S. 74 f.). Der Rahmenplan Bildende Kunst für die dritte Klasse führt für den Bereich "Malen" den Tätigkeitsbereich "verschiedene Arten des Farbauftrags üben" an und nennt unter anderem Deckfarben als geeignetes Medium. Als ästhetische Probleme werden das Mischen, Aufhellen und Trüben reiner Farben und das Arbeiten im Bereich einer Farbe (Tonigkeit) formuliert (S. 13).


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3 Sachdarstellung

Experiment in der Kunst

Nach Freitag-Schubert spielt das Experiment, als systematisches Experimentieren, z.B. als planmäßiges Erforschen der Möglichkeiten von Material und Verfahren im Vorfeld der Werkentstehung eine besondere Rolle. Es dient der Erprobung und erweitert das Können. Experimente dienen in der Kunst jedoch nicht nur der Entwicklung von Techniken des Machens. Die experimentelle Methode in der Kunst zielt vor allem auf das Bild selbst, dessen Inhalt und besondere Form. Ein großer Teil aktueller Kunst wird als experimentell bezeichnet, das Spontane, das Wagnis des offenen Prozesses zum Neuen hin betonend.
"Sind Material und gewählte Zugriffsweise neu und unberechenbar, die Ergebnisse in hohem Maße zufällig, dann thematisiert die gewählte künstlerische "Versuchsanordnung", das malerische Experiment, gerade das, was es von seiner Begriffsbestimmung als wissenschaftliche Methode üblicherweise als störenden Begleitumstand möglichst auszuschalten versucht: den Zufall." (Freitag-Schubert, S. 13) Der Auftrag mit dem Lappen ist beispielsweise weit weniger steuerbar als mit dem Borstenpinsel und bei diesem ist der Anteil des Zufälligen höher als bei einem feinem Pinsel. Auseinandersetzung mit dem Zufälligen und individuelle Antworten im malerischen Experiment bedeuten dann die aktive Annahme des Unerwarteten.

Farbe und Farbauftrag

Die Wirkung eines Bildes wird in starkem Maße durch die Art des Farbauftrages bestimmt. Diese kann sich unterschiedlichster technischer Verfahren und malerischer Mittel bedienen. Immer werden diese aber dem deckenden oder lasierenden Farbauftrag zugeordnet.
Deckender Farbauftrag hat das Ziel, die Farbe des Untergrundes zu verdecken. Er wird auch dort notwendig, wo es um die Prägnanz des Details geht. Deckende Malfarben sind Farben mit opakem Oberflächencharakter, wobei sich die Bezeichnung "Deckfarben" auf die Schul-Deckfarben DIN 5023, Gouache- und Temperafarben beschränkt. Bindemittel dieser Farben sind Gummiarabicum oder Leim. Deckende Farben anderer Malfarbensysteme werden nach den verwendeten Bindemitteln benannt, z.B. Ölfarben, Acrylharzfarben,
In der Schule wird bevorzugt mit Deckfarben (DIN 5023) gearbeitet. Sie eignen sich nicht nur zum Abdecken des Malgrundes, einzelne Farben lassen sich auch gegenseitig deckend übermalen. Der Deckfähigkeit sind aber auch Grenzen gesetzt: Soll auf einen dunklen Untergrund eine helle Farbe aufgetragen werden, so sind u.U. mehrere Farbaufträge nötig, um ein Durchschimmern der Farbe des Untergrundes zu verhindern.

Die Bezeichnung Lasur (lat. lasurum) beschränkte sich zunächst auf die aus dem Blaustein Lapislazuli hergestellte transparente Farbe. Heute gilt diese Bezeichnung für alle lichtdurchlässigen Farben. Lasierender Farbauftrag beruht folglich auf der Transparenz der verwendeten Farben und auf einem remissionsfähigen, möglichst hellen Untergrund. Durch stärkere oder schwächere Konzentration der Farbmittel lässt sich die Intensität der Farbe steuern, d.h., um so stärker die Farbe verdünnt wird, um so schwächer wird die Farbigkeit. Aquarellfarben sind besonders geeignet für eine lasierende Verwendung. Aber auch Deckfarben lassen sich lasierend verarbeiten, indem sie stärker verdünnt werden. Der Untergrund scheint durch, da weniger deckende Pigmente vorhanden sind. Die stark verdünnte Deckfarbe kann, auf einem angefeuchteten Papier aufgetragen (Nass-in-NassTechnik), den Eindruck von Aquarellmalerei erzeugen.

Die Buntheit einer Farbe wird von diesen Bedingungen kaum berührt. Die grundlegenden Eigenarten liegen im Farbauftrag begründet. Die Methode des Farbauftrags wird bestimmt durch die Konsistenz und die Viskosität der Farbmasse. Diese wiederum fordern verschiedene Hilfsmittel für den Farbauftrag. Unterschiedlicher Farbauftrag schließlich erzielt unterschiedliche Wirkungen: lässt eine pastose Malweise (Die Oberfläche ist ungleichmäßig bis reliefartig.) die Dynamik des Malprozesses erahnen, so lebt ein Bildmotiv in der Lasurmalerei aus der Transparenz der Farbschicht.

Hilfsmittel

Es muss nicht immer nur der Pinsel sein, mit dessen Hilfe die Farbe auf den Untergrund gelangt. Spachteln, Schwämme, Lappen, Bürsten, Stöcke und Finger können in gleicher Weise dienlich sein und völlig eigenständige Wirkungen hervorbringen.
Jedes Werkzeug bringt dabei noch weitere gestalterische Möglichkeiten ein. Je nachdem, ob die Farbe mit dem jeweiligen Hilfsmittel aufgestrichen, aufgetupft oder aufgetropft wird, entstehen unterschiedliche Wirkungen.
Zeitgenössische Künstler liefern Beispiele für die Verwendung unterschiedlichster Hilfsmittel:
- Jackson Pollock lässt Farbe von Pinseln oder Stöcken auf eine am Boden liegende Leinwand tropfen, oder gießt die Farbe direkt aus der Dose darauf.
- Pia Fries benutzt Spachteln und Lappen um Ölfarbe auf der Leinwand auf- und abzutragen.
- Hans Hartung malte - in ein bis zwei Metern Abstand vor einer Leinwand sitzend - mit einem Reiserbesen.


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4 Unterrichtsvoraussetzungen

4.1 Allgemeine Voraussetzungen

Die aufgeweckte Klasse 3a setzt sich aus 15 Mädchen und 10 Jungen zusammen. Für drei Kinder ist Deutsch nicht die Muttersprache. Pamian kommt aus Afghanistan, Denis und Anton sind russischer Herkunft. Sie haben jedoch keine Sprach- und Verständnisschwierigkeiten.
Die meisten Kinder besitzen die Fähigkeit in Arbeitsphasen kooperativ und konzentriert auf einem relativ hohen Leistungsniveau zu arbeiten. Drei Jungen haben dabei aber große Probleme:
Anton und David brauchen immer wieder individuelle Anregung und Unterstützung aber vor allem auch wiederholt die Aufforderung zu arbeiten.
Besonders Anton träumt sich häufig in seine Welt aus Computerspielen.
Andre hat oft Konzentrationsschwierigkeiten, er redet, singt und lacht laut vor sich hin. Bei der Zusammenarbeit mit anderen Kindern gibt es häufig Konflikte. Findet er aber innere Ruhe zum Arbeiten, ist er fleißig und erbringt gute Leistungen.
Die Klasse ist vertraut mit Partner-, Gruppen- und Einzelarbeit, der Stuhlkreis gehört zum Schulalltag und ein Wechsel zwischen den Sozial- und Aktionsformen vollzieht sich in der Regel reibungslos.
Ich unterrichte die Lernbereiche Deutsch und BK seit Beginn meines Referendariats in dieser Klasse und habe die Kinder auf ihrer Klassenfahrt begleitet. In diesen zwei Jahren habe ich die einzelnen Mädchen und Jungen gut kennen gelernt.

4.2 Spezielle Voraussetzungen

Das Malen mit Deckfarben, Borsten- oder Haarpinsel begann im ersten Schuljahr und wurde an unterschiedlichsten Gestaltungsaufgaben immer wieder geübt. Auf das Ziehen des Pinsels über das Papier muss oft hingewiesen werden. Mit Fingern und Fingerfarben haben die Kinder im ersten Schuljahr ein Gemeinschaftsbild gestaltet.
Das Ermischen unterschiedlicher Grün-, Blau- oder Rottöne durch Aufhellen und Abdunkeln wurde mehrmals als Aufgabe gestellt. Zuletzt gestalteten die Schülerinnen und Schüler ein bewegtes Meer in Blautönen. Dabei wurde die Aufmerksamkeit auf die Wellenlinie gerichtet.
Bei neuen Themenbereichen haben sich die Kinder bisher sehr interessiert und experimentierfreudig gezeigt. Etwa fünf Kinder (…) haben meist aber Anfangsschwierigkeiten, weil sie sich vieles nicht zutrauen.
Bildbeispiele werden von ihnen gern als Anregung und Hilfe zum ersten Schritt genutzt.

5 Didaktische Reduktion

Ziel der Stunde ist es, dass sich die Kinder experimentierend mit dem Auftragen von Farbe auf Papier beschäftigen. Der erste Aspekt liegt im Experimentieren mit der Konsistenz der Farbsubstanz. Im Sinne einer Reduktion beschränkt sich die Veränderung der Konsistenz auf die Zugabe von mehr oder weniger Wasser. Es wäre sehr reizvoll, die Konsistenz auch durch die Zugabe von Sand oder Kleister zu verändern. Diese Erweiterung ist aber durch die zeitliche Vorgabe einer Schulstunde nicht möglich. Begriffe, wie "lasierender', "lavierender"', "pastoser", "deckender" Farbauftrag und "Nass-in-Nass-Malerei" sollen in dieser Unterrichtsstunde nicht eingeführt werden. Der zweite Aspekt liegt im Erproben verschiedener Hilfsmittel für den Farbauftrag. Den Kindern stehen Lappen, Schwämme, Borsten- und Haarpinsel, Stöcke, Eislöffel, Zahnbürsten, Holzspatel und selbstverständlich ihre Finger zur Verfügung. Die große Anzahl an Hilfsmitteln, von denen einige den Kindern als Malwerkzeuge sicher ungewöhnlich anmuten, soll die Schülerinnen und Schüler zum Ausprobieren reizen.
Die Reduzierung der Farbpalette auf Ultramarinblau, Cyanblau, Violett, Weiß zum Aufhellen und Schwarz zum Abdunkeln, bedeutet nicht eine Verarmung, sondern die Konzentration auf die Bildwirkung durch den Farbauftrag. Ziel der Stunde soll es nicht sein, eine große Anzahl von Blautönen zu mischen. Zu diesem Aspekt verfügen die Schülerinnen und Schüler über Vorerfahrungen, daher wird das Mischen von Blautönen nur erwähnt. Angeboten wird nur eine Farbart: Schulmalfarben, die deckende (opake) Eigenschaften besitzen, sich leicht mit Wasser verdünnen lassen und auch einen lasierenden Farbauftrag erlauben.
In der Kürze der Zeit ist es den Kindern nicht möglich, alle Hilfsmittel auszuprobieren, daher lautet die Aufgabenstellung, mindestens 2 - 3 Experimente vorzunehmen.


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6. Lernziele

6.1 Intention der UE

Die Schülerinnen und Schüler

6.2 Stundenziel

Die Schülerinnen und Schüler sollen Farbe mit Hilfe von Wasser in ihrer Konsistenz variieren und mit verschiedenen Hilfsmitteln experimentierend auf Papier auftragen. Dabei sollen sie sinnliche Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Farbauftrag erweitern.

6.3 Teillernziele

Die Schülerinnen und Schüler

7 Didaktisch - methodische Überlegungen

Schülerinnen und Schüler verstehen Farbe in erster Linie als Informationsträger. Das lenkt sie von den an das Material gebundenen Eigenschaften ab. "Die Bildwirksamkeit einer ästhetischen Information aber geht auf alle Faktoren gestalterischer Entscheidungen zurück, weil die Substanz des Mediums jeweils typische Qualitäten in die Wirksamkeit der Information einbringt. Solche Bedingungen gebieten den Ausbau der Erfahrungen mit der Substanz des Mediums Farbe." (Kunststunde 100)

Im Mittelpunkt dieser Stunde stehen die sinnliche Erfahrung und der experimentelle Umgang der Schülerinnen und Schüler mit Farbe. Eingebettet ist dieses Erproben in die Aufgabenstellung, Wasser darzustellen. Freitag-Schubert (S. 16) schreibt dazu: "Zuträgliche Rahmenbedingung für das Gelingen eines malerischen Experiments kann eine inhaltliche Orientierung sein, die die Disponiertheit für das Entdecken von zufallsbedingten Formbildungen als Lösungsmöglichkeit von etwas Gewolltem [... ] fördert. Denn die im Malmaterial mit entsprechenden Werkzeugen provozierten Zufälle können zwar Phantasie und Vorstellungskraft anregen, eine Orientierung [... ] ist aber Bedingung einer experimentellen Annäherung an ein Ergebnis, das als subjektiv Gewolltes akzeptiert wird!' Die Kinder können bei der Darstellung von Wasser schon auf Vorerfahrungen zurückgreifen und verfügen daher über eine Grundlage, die es ihnen erlaubt, ihr Augenmerk mehr auf den Farbauftrag zu richten.

Die in der Einführungsphase geplanten Tastversuche, die den sinnlich-taktilen Bedürfnissen der Kinder entgegenkommen, und die darauf folgende visuelle Betrachtung von zwei Beispielen mit unterschiedlichem Farbauftrag führen zum Nachdenken über die Konsistenz von Farbe und möglicher Hilfsmittel, mit denen Farbe aufgetragen werden kann. Die Sinneswahrnehmungen die die Kinder dabei und auch später während ihrer Explorations- und Produktionsphase machen, sollen immer wieder zur Sprache gebracht und damit bewusst gemacht werden. In der Aufgabenstellung werden die Kriterien genannt, anhand derer in der Auswertungsphase die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler betrachtet werden: - Variieren der Farbkonsistenz, - Erproben verschiedener Werkzeuge, - Darstellen von Wasser.

Die praktische Arbeit der Schülerinnen und Schüler findet an Gruppentischen statt (4-6 Kinder). Möglichkeiten der Kooperation und des Austausches sind somit gegeben. Absprachen hinsichtlich der Hilfsmittel sind nötig, da diese nicht für alle Gruppenmitglieder vorhanden sind. Als Lernhilfe und Anregung stehen den Kindern die Wortkarten mit den Arbeitskriterien, die an der Tafel befestigt sind und ein Materialtisch mit Arbeitsbeispielen zur Verfügung. Die Breite experimenteller Lösungswege verlangt zur Sicherung der Lernschritte, dass jedes Kind möglichst viele Erfahrungen macht. Für die kurze Arbeitszeit von nur 15 -20 Minuten gibt es daher die Vorgabe, mindestens zwei bis drei Experimente durchzuführen. Somit hat jedes Kind für sich eine Vergleichsmöglichkeit. Die Arbeiten werden nur als ein Zwischenergebnis angesehen. In der folgenden Unterrichtsstunde arbeitet die Klassenlehrerin mit den Kindern weiter. Das Arbeitspapier der Schülerinnen und Schüler ist mit einem Rahmen versehen. Dieser ist kleiner als das Papierformat und dient dazu, den Kindern zu zeigen, dass ihre Arbeiten nicht das ganze Blatt ausfüllen müssen. Gleichzeitig ermöglicht diese Lösung, dass die Kinder bei "großzügigeren" Arten des Farbauftrags in ihren Aktionen und Bewegungen nicht durch ein sehr kleines Format gehemmt werden.

Die Präsentation und Auswertung der Ergebnisse stellt einerseits die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler ins Zentrum der Aufmerksamkeit und dient der Sicherung der Arbeitskriterien, andererseits ergeben sich durch Erfahrungsaustausch und Sprechen über die Wirkung der Bilder zusätzliche Lernchancen.

Da in der folgenden Unterrichtsstunde weiter gemalt wird, müssen die Materialien nur geordnet, nicht aber weggeräumt werden.


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8 Literatur

Freitag-Schubert, C.: Malen experimentell. In: Kunst + Unterricht. 214/1997.

Kunststunde 100. Experimentelles Malen / Farbauftrag. Frankfurt 1988.

Schöttle, H.: Workshop Kunst. Unterrichtsideen für die Klassen 5 -10. Farbe/Malerei Bd. 1). Paderborn 1994.

Senatsverwaltung für Schule, Berufsbildung und Sport: Vorläufiger Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule. Grundschule. Fach Bildende Kunst. Berlin 1991.

Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport: Vorläufiger Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule. Grundschule. Deutsch. Berlin 1997.

Stark, S.: "Laßt Kinder malen!". Heinsberg 1991.

Themenheft "Wasser". Praxis Deutsch. 130.

Augenreise II. (Volk und Wissen). Berlin 1993.

Bildende Kunst 1. (Schroedel). Hannover 1993.

Grundsteine Kunst 2. (Klett). Stuttgart 1994.


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9 Verlaufsplanung

1. Phase: Einführung, ca. 5 Min. Sitzkreis

- Begrüßung
- Einstimmung auf unterschiedlichen Farbauftrag durch blindes Fühlen
- Sch verbalisieren ihre Empfindungen

Medien: Papiere mit glattem, lasierenden Farbauftrag, Papiere mit rauem, pastosen Farbauftrag

2. Phase: Erarbeitung und Aufgabenstellung, ca. 10 Min. Sitzkreis

- Sch betrachten die Papiere mit unterschiedlichem Farbauftrag und nennen ihre Beobachtungen
(wenig Farbe, dünn aufgetragen, fast durchsichtig - viel Farbe, ganz dick aufgetragen)
- Ln weist auf Wortkarten als Lernhilfe hin
- gemeinsames Sammeln von Vorschlägen mit welchen Hilfsmitteln Farbe auf Papier aufgetragen
werden kann
- Ln zeigt mitgebrachte Hilfsmittel
- gemeinsames Zuordnen der Hilfsmittel: Welche Werkzeuge benutzt man, um sehr flüssige oder dicke, zähe Farbe aufzutragen?
- Aufgabenstellung für die Stunde und Zielangabe:
- Experimentieren mit der Konsistenz von Farbe
- Erproben verschiedener Hilfsmittel beim Farbauftrag
- Darstellen von Wasser
- Hinweise auf die vorbereiteten Materialien und die Arbeitsweise

Medien: Papiere mit unterschiedlichem Farbauftrag, Wortkarten, Hilfsmittel: Lappen, Schwamm, Eislöffel, Holzspatel, Stöcke, Zahnbürste, Haar- und Borstenpinsel

3. Phase: Exploration / Produktion, ca. 15 - 20 Min. Einzelarbeit an Gruppentischen

- Sch verschaffen sich einen Überblick über die angebotenen Materialien
- Sch entscheiden sich für bestimmte Hilfsmittel
- Sch variieren die Konsistenz der Farbe, mischen unterschiedliche Blautöne und erproben den Farbauftrag mit verschiedenen Hilfsmitteln
- Ln bringt Wortkarten als Lemhilfe an der Tafel an
- Ln beobachtet die Arbeit der Sch und gibt individuelle Hilfen und Anregungen

Medien: Wortkarten, vorbereitetes Arbeitspapier, Wasserbehälter, Mischpaletten, Schürzen,
Hilfsmittel (siehe Phase 2), Becher mit Farbe

4. Phase: Auswertung. ca. 5 - 10 Min. Sitzkreis

- Arbeiten einiger Sch werden betrachtet
- Sch versuchen dem jeweiligen Bild das Hilfsmittel, mit dem es entstanden ist, zuzuordnen
- Sch sprechen über Konsistenz der Farbe auf dem jeweiligen Bild
- Sch äußern sich zur Wirkung der Bilder
- Ln organisiert das Ordnen der Materialien und erteilt einen Auftrag an den "Maldienst"

Medien: Arbeiten der Kinder, Passepartout


©opyright Jutta Leutgeb, Berlin, Januar 2000


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Unterrichtsmodell Klasse 4: Der Farbe begegnen: Rot - Entdeckung und Erfahrung der Farbe im Stationsbetrieb



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13.11.2006


 

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