Ausbildungsinhalte Lernbereich MÄERZ / Schwerpunkt: Kunstunterricht

Die im Folgenden aufgeführten Inhalte sollten in jedem FS mit dem Lernbereich MÄERZ/BK in einem Ausbildungsdurchgang bearbeitet worden sein. Teilnehmerorientierte "Schleifen" sollten nicht zum Verzicht auf einzelne Teilgebiete führen.

Anmerkung:
Die Inhaltsfelder sind im Fokus der übergeordneten didaktischen Prinzipien der MÄERZ und des VU zu bearbeiten (s. o.), dabei sind Möglichkeiten der Integration des jeweils zweiten Lernbereichs (Mathematik, Sachkunde, Deutsch) sowie Möglichkeiten der Integration der Teilbereiche MÄERZ zu nutzen. Eine exemplarische Erarbeitung und Erprobung bildnerischer Techniken sollte im Rahmen der Veranstaltungen nach Bedarf erfolgen. Da gleichfalls Veranstaltungen zum Schwerpunkt Musik einzuplanen sind, reduziert sich der Anteil der im Ausbildungszeitraum für den Schwerpunkt Kunst zur Verfügung stehenden Fachseminarsitzungen entsprechend. (Für den Lernbereich MÄERZ stehen insgesamt ca. 21 Sitzungstermine zur Verfügung (vgl. "Leitlinien...").

substanzielle Inhalte

relevante Konzepte des Fachs
und seiner Didaktik

pädagogische und lernpsychologische
Prinzipien vorfachlichen Unterrichts

Farbe/Malerei (ca. 5-6 Sitzungen)

 

 

experimenteller Umgang mit Farben (Deck-, Aquarell-, Finger-, Dispersionsfarben, Kreiden), Farbigkeit (aufhellen, trüben, mischen) und verschiedenen Malgründen

Wirkungen von Farbe wahrnehmen, differenziert einsetzen und beurteilen (Primär-/Sekundärfarben, warme-kalte Farben, Farbkontraste)
Farbe in Werken zeitgenössischer und historischer Kunst, Farbe im Alltag, in der Werbung

Techniken des Malens: Farbauftrag, Werkzeuge und Malmittel (Aquarell-, Borstenpinsel, Pusteröhrchen o. ä.)

Menschen, Tiere, Gegenstände malen -
ästhetische Kompositionen als bewusste Wahl von Formen, Farben, Raumanordnung

entwicklungs-/kognitionspsychologische Grundlagen bildnerischer Äußerungen von Kindern

Entwicklung/Förderung von Urteilsfähigkeit in Bezug auf ästhetische Objekte in Interdependenz von Tun und Betrachten, Denken und Reden

Herstellung ästhetischer Objekte unter Akzentuierung von Bildinhalt/Motiv, Herstellungsprozess (Verbindung von Denken, Machen, Fühlen, Wahrnehmen...), Herstellungsabsicht (eigene Vorstellungen klären, andere informieren, Spaß haben, experimentieren, dokumentieren, Vorgegebenes verändern, manipulieren...) und ästhetischen Zugriffsweisen

Erwerb bildnerischer Verfahren und Ordnungskriterien, die es Kindern ermöglichen, sich intensiv mit ihrer Umwelt und ihrer Wahrnehmung auseinanderzusetzen, verschiedene Lösungen zur Realisation ihrer Absichten zu finden

Anknüpfen an vorschulisches Lernen, Vorerfahrungen und -kenntnisse der Kinder
Schülerleistungen beurteilen, fördern, bewerten

Individualisierung und Differenzierung / Phasen der Selbstbestimmung bei der Wahl der Arbeitsform sowie hinsichtlich Inhalt und Tempo der Arbeit / Selbständigkeit - Lehrerhilfen (Lernen von Methoden)

Handlungsorientierung (Erkunden, Entdecken, Erproben)
Lernumgebung - Materialangebot (Kunst-Ecke)

Motivwahl als Auslöser für Gestaltungsprozesse: Anknüpfen am Erfahrungshintergrund und situativen Besonderheiten, emotionale Dimension der Inhalte, lernbereichsübergreifende Bezüge, fachspezifische Entscheidungen
zielorientierte Integration einzelner Lernbereiche im Rahmen einer UE (sach- und fachgerechte Teilziele)

Zeichnen und Drucken (ca. 5 Sitzungen)

 

 

Erproben und Verfeinern grafischer Mittel und Verfahren
Punkt, Linie, Fläche, Muster, Ornament

Linie als Umriss, als Muster, Strukturierung
grafische Zeichen für Menschen, Tiere, Gegenstände

Erweiterung und Differenzierung des Zeichenrepertoires,
Beziehungsgefüge von Zeichen
Gliederungsprinzipien:
Streuung, Ballung, Reihung, Proportionierung

Beziehungsgefüge von Formen: Form-Grund-Beziehung / Figur-Grund-Beziehung, Kontrastieren / Ordnen und Gruppieren

Zeichenwerkzeuge (Bleistift, Buntstift, Filzstift, Feder, Kohle)

Strukturen in der Umwelt (Frottage)
Gestalten mit Schrift(zeichen)

Druckverfahren (Stempel, Pappen, Kordeln, Schnüre)

Entwicklung/Förderung von Urteilsfähigkeit in Bezug auf ästhetische Objekte (eigene oder vorgegebene) in Interdependenz von Tun und Betrachten, Denken und Reden

Wahl ästhetischer Zugriffsweisen unter sach- und altersadäquaten Entscheidungen im Hinblick auf Materialien/Medien, bildnerische Mittel, Darstellungs- und Gestaltungsweisen

Kinder sollen ihr Repertoire an technischen und ästhetischen Mitteln und an Darstellungsmöglichkeiten weiterentwickeln und differenzieren, um auch komplexere beobachtete Sachverhalte klären, charakterisieren und darstellen zu können.

entwicklungs-/kognitionspsychologische Grundlagen kindlichen Zeichnens

Anknüpfen an vorschulisches Lernen, Berücksichtigen der Vorerfahrungen und -kenntnisse der Kinder

Schülerleistungen beurteilen, fördern, bewerten

Individualisierung und Differenzierung / Phasen der Selbstbestimmung bei der Wahl der Arbeitsform sowie hinsichtlich Inhalt und Tempo der Arbeit

Motivwahl als Auslöser für Gestaltungsprozesse (Anknüpfen am Erfahrungshintergrund und situativen Besonderheiten, emotionale Dimension der Inhalte, lernbereichsübergreifende Bezüge, fachspezifische Entscheidungen)

Bauen und Formen (ca. 2-3 Sitzungen)

 

 

Gestalten mit Knete, Plastillin, Ton, Gips, Papiermaché, Papieren/Kartonagen

Gestalten mit vorgeformten, vorgefundenen Materialien, Naturmaterialien

Plastiken und Skulpturen / Collage und Montage (Bsp. der Bildenden Kunst, Bsp. der Alltagsästhetik)

Dimensionen von Körper und Raum (Raumperspektive), Raumwahrnehmung, Raumerfahrung und Raumgefühl,
Wahrnehmung und Darstellung von Bewegung

experimentelles Erproben von Materialien und Verfahrensweisen (entdecken, verfremden, umgestalten); Förderung divergenten Denkens und kreativen Verhaltens durch fantasievollen und spielerischen Umgang mit Materialien

Entwicklung skulpturalen Gestaltens im Vor-/Grundschulalter

Ganzheitlichkeit und Handlungsorientierung (Lernen mit allen Sinnen)

kooperative Arbeitsprozesse

Schülerleistungen beurteilen, fördern, bewerten

Bilder und Objekte betrachten (ca. 3 Sitzungen)

 

 

Entwicklung/Förderung von Urteilsfähigkeit in Bezug auf ästhetische Objekte (eigene oder vorgegebene) im Rahmen produktiver und reflexiver Auseinandersetzung - Sehen-Lernen: Bilder, Kunstwerke, Medienbildlichkeit (Fernsehen, Film, Foto...) und Alltagsästhetik (Dinge des täglichen Gebrauchs); Schülerarbeiten betrachten, beschreiben, vergleichen, analysieren, interpretieren

nach Bildern malen und zeichnen, Bilder umgestalten, über Bilder/Objekte sprechen (Vermittlung sachbezogener Kriterien, Erweiterung der Begrifflichkeit)

Sammeln und Ausstellen

Erweiterung und Differenzierung von Wahrnehmung und Erfahrung: Alltagskultur - Gegenwartskunst - historische Kunst

Umgang mit und Einsatz von Präsentations- und Realisationsmedien
Museumspädagogik / Lernorte außerhalb der Schule

rezeptionsorientierte vs. produktionsorientierte Methoden

Erschließen von Wirklichkeit in enger Wechselbeziehung zwischen Sehen, Denken, Machen und Reden

ästhetisches Wahrnehmungs- und Rezeptionsverhalten von Kindern

Interdependenz von Sach- und Sprachlernen; Begriffsbildung an konkreter Erfahrung

Lebens- und Erfahrungswelten heutiger Kinder (auch medial vermittelte Erfahrungswelten)

Medienkompetenz (Film und Foto: Schein und Wirklichkeit in bildlich vermittelten Informationen)

Außerschulische Lernorte

Klassenraum und Schulhaus als Lernräume gestalten

Spiel/Aktion (ca. 2-3 Sitzungen)

 

 

Umgestalten, Verfremden, Dekorieren durch Verkleiden, Schminken

Masken gestalten
Handpuppen, Schattenfiguren herstellen und mit ihnen spielen

Erproben nonverbaler Ausdrucksformen

Verarbeitung vorhandener Spielvorlagen, Entwickeln eigener Spielideen

Spiel und Spielen - szenisches Spiel - Figurenspiel - Theater

Weiterentwicklung und Differenzierung von Bewegungs- und Darstellungsmöglichkeiten des Körpers zur Charakterisierung und Realisierung von vorgegeben/selbstentwickelten Spielszenen

lernbereichsübergreifendes Arbeiten

Fest und Feier in der Schule

Ganzheitlichkeit von Lernprozessen

Integration: Musik - Sprache - Bewegung

Berücksichtigung des Bedürfnisses nach Bewegung (motorische Entlastungen), Ermöglichen von Kontaktaufnahmen mit anderen Kindern, soziales Lernen und Stärkung der Ich-Identität


Dagmar Wilde • LSA SPS 23-11 • HFSL VU / April 1999 •• Ausbildungsinhalte Lernbereich MÄERZ / Schwerpunkt Lernbereich Kunst



Weitere Arbeitshilfen für die Fachseminarleiter/innen für vorfachlichen Unterricht

Leitlinien für die Arbeitsplanung der Fachseminare VU

Handreichung zu den Arbeitsgrundlagen für die Fachseminare VU mit dem Lernbereich MÄERZ / Schwerpunkt Kunstunterricht

Ausbildungsinhalte der Fachseminare VU mit dem Lernbereich Deutsch

Handreichung zu den Arbeitsgrundlagen für die Fachseminare VU mit dem Lernbereich Deutsch

Ausbildungsinhalte der Fachseminare VU mit dem Lernbereich Sachkunde


©opyright Dagmar Wilde, Berlin, März 2000

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06.04.2003


 

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