Dagmar Wilde • SS 00 / FUB • 12417 S

Texte verfassen im verbundenen Sprachunterricht

Erwartungshorizont zum Seminar

Miteinander lernen bedeutet:
ohne die anderen kann ich nicht lernen und arbeiten
- die anderen können ohne mich nicht lernen und arbeiten...

Konzeption
des Seminars

  • Es wird eine selbstgesteuerte und selbstverantwortliche Auseinandersetzung mit dem Thema angestrebt, die neben der Bearbeitung von Inhalten (Fachwissen) den Erwerb bzw. den reflektierten Einsatz von Methoden des Lernens (Methodenkompetenz) einschließt.

  • Zum einen soll eine Theoriebildung zum Schreiben i. A. und zum Schreiben in der Grundschule i. Bes. erfolgen. Zum anderen soll eine praktische Entfaltung des eigenen Schreibens stattfinden, indem Schreiben als Mittel zum Lernen genutzt und erfahren wird.

  • In z. T. arbeitsteiligem Vorgehen sollen möglichst viele Facetten zum Problemkreis erfahren und erarbeitet werden. Aus fachlich-didaktischen Prämissen sowie individuellen Schreiberfahrungen sollen Kriterien an Schreibanlässe, Schreibprozesse, Schreibhilfen, Schreibprodukte und deren förderliche Begleitung und Bewertung erarbeitet werden.

  • Indem Lern- und Arbeitsmethoden bei der Auseinandersetzung mit Inhalten reflektiert eingesetzt werden (Umgang mit Texten, Gruppenarbeit, Ergebnispräsentationen, Visualisierungen, Moderationsstrategien, Aktivierung von Zuhörerinnen etc.), sollen Formen des Lernens kennen gelernt bzw. angewendet werden, die Sie als Lehrende dazu befähigen bzw. ermutigen, Arrangements und Methoden veränderter Lehr-/Lernkozepte im (Grundschul)Unterricht zu realisieren.

  • Um neue "Lernkulturen" in Verbindung mit der Nutzung "Neuer Medien" zu erproben stehen Seminarpapiere online zur Verfügung und es ist angestrebt, die Arbeitsprozesse (auch als Zwischenergebnisse) im Internet zu kommunizieren sowie die Ergebnisse des Seminars im Internet zugänglich zu machen.

  • Ziel ist es, am Ende des Semesters theoretische Grundlagen, unterrichtspraktische Konkretionen sowie Methodenkompetenzen (hinzu)gewonnen zu haben.

Erwartungen
an die Teilnehmer/innen

  • Jede(r) steuert ihren/seinen Lernprozess selbst, dazu muss jede(r) aktiv werden: Erfahrungen einbringen, Informationen verarbeiten, Lerninteressen äußern, Lernbedürfnisse offen ansprechen, selbständig weiterarbeiten...

  • Die Arbeit im Seminar soll nicht rezeptiv, sondern produktiv erfolgen. Ich stelle Ihnen dafür Sachinformationen, Diskussionsimpulse, Literatur, Beratung und Gesprächsbereitschaft zur Verfügung. Die Arbeitsgruppen stellen dem Plenum Erkenntnisse, Fragen und Ideen vor. Ihren Kompetenzerwerb steuern Sie selbst in der Arbeit in Ihrer Gruppe und im Plenum.

Aktives Lernen
in der Seminargruppe

  • Die Arbeit verläuft nur dann konstruktiv, wenn sich alle Teilnehmer/innen aktiv und engagiert einbringen (Veranstaltungen und Arbeitsgruppen als Trainingsfeld für mündliche Rede...), nicht auf Informationen warten, sondern sich Informationen beschaffen.

  • Die Arbeitsergebnisse entstehen in der gemeinsamen Arbeit - dafür ist die vor- und nachbereitende sowie begleitende Lektüre unverzichtbar. Die Texte des Readers sind für alle Teilnehmer/innen Pflichtlektüre. Vertiefende Titel bietet die Literaturliste.
  • Im Verlauf des Semesters können einzelne Seminarveranstaltungen von Teilnehmer/innen vorbereitet und gestaltet werden. Leitfragen für entspr. Themenschwerpunkte werden vorab besprochen. Literatur findet sich im Literaturverzeichnis (und steht im Reader zur Verfügung).

  • Fragestellungen können von verschiedenen Arbeitsgruppen (unter Verwendung unterschiedlicher Quellen, unter unterschiedlicher Akzentuierung der Arbeitsschwerpunkte etc.) bearbeitet werden.

  • Inhalt und Form der Präsentationen und Handouts sollten zum Schluss jeder Veranstaltung bzw. zum Ende des Seminars ein Feedback durch die Gruppe erhalten (Informationsgehalt, didaktisch-methodische Aufbereitung, formale Anforderungen usw.), um den Referenten Anerkennung, konstruktive Kritik und Hinweise zur Weiterarbeit zu eröffnen.

Anforderungen an alle Teilnehmer/innen

  • Aktive Teilnahme an den Seminarveranstaltungen (produktive Mitarbeit, konstruktives Umgehen mit vorbereitender/nachbereitender Lektüre).

  • Text "Biografisches Schreiben" in Druckfassung und in digitaler Fassung zur Einstellung auf der Website für das Seminar. (Näheres in der 1. Veranstaltung)

  • Max. 2 begründet entschuldigte Fehlzeiten.

Leistungsnachweise für Scheine

  • Leistungen wie oben aufgeführt.

  • Präsentation der Arbeitsergebnisse, Arbeitsprozesse in der Gruppe zu einem ausgewählten Aspekt, d. h. teilnehmerorientierter Kurz-Vortrag,
    gestützt durch Thesenpapier (oder Gliederung mit wesentlichen Aussagen, MindMap etc.).
    sowie zum Ende des Semesters vorzulegendes

  • Journal zu Arbeitsprozessen und -ergebnissen, erarbeiteten Kenntnissen und Erfahrungen, die im Zuge der Bearbeitung des persönlichen Arbeitsschwerpunkts gewonnen wurden. In digitaler Form zur Einstellung auf der Website für das Seminar ausgehändigt.

  • Max. 2 begründet entschuldigte Fehlzeiten

Form von Präsentationen

  • Präsentationen der Gruppenarbeits(zwischen)ergebnisse sollten in freier Rede erfolgen und unbedingt Aufgaben für die Zuhörer beinhalten (Ausprobieren, Vermuten, Zusammenfassen, Visualisieren), möglichst verschiedene Sozialformen (Einzel-/ Partner-/Gruppenarbeit) sowie Veranschaulichungen integrieren (Tafelbilder, Plakate).

  • Ihre methodischen Kreativität ist gefordert! Versuchen Sie., Ihre Arbeit möglichst anschaulich und möglichst komprimiert zu präsentieren. Hilfsmittel können sein: Plakate, Grafiken, Mind-Maps, Thesenpapiere, Wandzeitungen, Tafelbilder... Beziehen Sie die Zuhörer/innen in Ihre Präsentation ein, wo dies sinnvoll bzw. möglich ist.

Erwartungen
an die Journale

  • Das Journal stellt einen Versuch dar, die herkömmlichen Referate-Skripts durch eine Dokumentationsform zu ersetzen, die den Schreiber/innen einen vertiefteren Zugang zu ihren persönlichen Lernergebnissen erschließt und den Leser/innen Einblicke in Wege und Ergebnisse der Auseinandersetzung mit einer Fragestellung eröffnet.

  • Bei der Anlage der Journale ist experimentelles Vorgehen erwünscht: Finden Sie - in Zusammenarbeit mit anderen - Ihre eigenen Wege und Dokumentationsformen.

  • Ihre Aufgabe besteht darin, die Erkenntnisse, Fragen, Gedanken, Prämissen aus der Fachliteratur (mit Quellenangaben, Zitaten etc.), die Sie im Rahmen Ihrer Lektüre und Ihres Austauschs in Ihrer Arbeitsgruppe gewonnen haben, zu dokumentieren (Schreiben zur Vergewisserung für sich selbst) als auch für Leser/innen zu dokumentieren (Schreiben im Diskurs mit Leserinnen, Diskussionsanstöße, Informationen, Offenes anbietend).

Formalia

  • Grenzen des Experimentellen:
    Berücksichtigen Sie bitte bei allen schriftlichen Ausführungen die Neuregelung der Deutschen Rechtschreibung. (Betrachten Sie das als Trainingsfeld - für den Unterricht ist die Orientierung an der Neuregelung seit Jahren verbindlich!)

  • Alle Seminarpapiere sollten inhaltliche und formale Kriterien an wissenschaftliche Arbeiten (Zitierweise, Quellen-/Literaturangaben etc.) erfüllen. (Betrachten Sie das als Trainingsfeld für Ihre Examensarbeiten.)

  • Bitte lassen Sie mir alle schriftlichen Ausarbeitungen sowohl in Papierform als auch in digitaler Fassung (auf Diskette oder per E-Mail-Anlage) zukommen.


Literaturempfehlung:

Bünting, Karl—Dieter u.a.: Schreiben im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M. 1996 (Scriptor).
Pabst—Weinschenk, Marita: Reden im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M. 1995 (Scriptor).



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Vorläufige Seminarplanung

Zielorientierung zum Seminar

Fragestellungen zum Thema


 

©opyright Dagmar Wilde, Berlin, April 2000

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06.04.2003


 

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