Dagmar Wilde • SS 00 / FUB • 12413 S:

"Planung von Unterrichtssequenzen zum Texte verfassen in der Grundschule"

Erwartungshorizont zum Seminar im SS 2000

Miteinander lernen bedeutet:
ohne die anderen kann ich nicht lernen und arbeiten
- die anderen können ohne mich nicht lernen und arbeiten...

Konzeption
des Seminars

  • Es wird eine selbstgesteuerte und selbstverantwortliche Auseinandersetzung mit dem Thema angestrebt, die neben der Bearbeitung von Inhalten (Fachwissen) den Erwerb bzw. den reflektierten Einsatz von Methoden des Lernens (Methodenkompetenz) einschließt.

  • Zum einen soll eine Theoriebildung zum Schreiben zum Schreiben in der Grundschule erfolgen, zum anderen sollen Handlungskompetenzen zur Planung von Unterricht erworben werden. Darüber hinaus soll eine praktische Entfaltung des eigenen Schreibens das Schreiben als Mittel zum Lernen erfahrbar machen (Journal). Aus fachlich-didaktischen Prämissen sowie individuellen Schreiberfahrungen sollen Kriterien an Schreibanlässe, Schreibprozesse, Schreibhilfen, Schreibprodukte und deren förderliche Begleitung und Bewertung erarbeitet werden.

  • In arbeitsteiligem Vorgehen werden unter Bezug auf die Schreibprozessforschung, die Schreibdidaktik, den Rahmenplan Unterrichtssequenzen zum Texte verfassen konzipiert.

  • Indem Lern- und Arbeitsmethoden bei der Auseinandersetzung mit Inhalten reflektiert eingesetzt werden (Umgang mit Texten, Gruppenarbeit, Ergebnispräsentationen, Visualisierungen, Moderationsstrategien, Aktivierung von Zuhörerinnen etc.), sollen Formen des Lernens kennen gelernt bzw. angewendet werden, die Sie als Lehrende dazu befähigen bzw. ermutigen, Arrangements und Methoden veränderter Lehr-/Lernkozepte im Unterricht zu realisieren.

  • Um neue "Lernkulturen" in Verbindung mit der Nutzung "Neuer Medien" zu erproben stehen Seminarpapiere online zur Verfügung und es ist angestrebt, die Arbeitsprozesse (auch als Zwischenergebnisse) im Internet zu kommunizieren sowie die Ergebnisse des Seminars im Internet zugänglich zu machen.

  • Ziel ist es, am Ende des Semesters theoretische Grundlagen, unterrichtspraktische Konkretionen sowie Methodenkompetenzen (hinzu)gewonnen zu haben.

Erwartungen
an die Teilnehmer/innen

  • Eine Vernetzung mit dem Seminar "Texte verfassen im verbundenen Sprachunterricht" (Fr. 14-16) ist wünschenswert, da dort die theoretische "Grundnahrung" erarbeitet werden kann, was eine stärkere Fokussierung der unterrichtspraktischen Konkretionen im Seminar am Montag ermöglichen würde.

  • Die Arbeitsergebnisse entstehen in der gemeinsamen Arbeit - dafür ist die vor- und nachbereitende sowie begleitende Lektüre unverzichtbar. Die Texte des Readers sind für alle Teilnehmer/innen Pflichtlektüre. Vertiefende Titel bietet die Literaturliste.

  • Die Arbeit im Seminar soll nicht rezeptiv, sondern produktiv erfolgen. Ich stelle Ihnen dafür Sachinformationen, Diskussionsimpulse, Literatur, Beratung und Gesprächsbereitschaft zur Verfügung. Die Arbeitsgruppen stellen dem Plenum Erkenntnisse, Fragen und Ideen - entsprechend dem jeweiligen Stand Ihrer Planungsarbeit - vor. Ihren Kompetenzerwerb steuern Sie selbst in der Arbeit in Ihrer Gruppe und im Plenum.

  • Es ist unverzichtbar, das die Teilnehmer/innen außerhalb der Seminarzeiten regelmäßig in ihren Arbeitsgruppen an der Konzeption und Verschriftung ihrer Unterrichtssequenz weiterarbeiten.

Leistungsanforderungen

  • Aktive Teilnahme an den Seminarveranstaltungen (produktive Mitarbeit, konstruktives Umgehen mit vorbereitender/nachbereitender Lektüre).

  • Text "Biografisches Schreiben" in Druckfassung und in digitaler Fassung zur Einstellung auf der Website für das Seminar. (Näheres in der 1. Veranstaltung)

  • Journal zu während der pers. Planungsarbeit erfahrenen Arbeitsprozessen und -ergebnissen, erarbeiteten Kenntnissen und Erfahrungen, offenen Fragen, weiteren Zielen etc.. In digitaler Form zur Einstellung auf der Website für das Seminar ausgehändigt.

  • Schriftliche Planung einer Unterrichtssequenz zum Texte verfassen (Klassenstufen 1-4 nach Wahl) als Gruppenergebnis zum 03.07.

  • Max. 2 begründet entschuldigte Fehlzeiten,

Form der schriftlichen Unterrichtsplanungen

  • Möglichkeiten der Verschriftung von Planungsentscheidungen und -begründungen werden im Seminar erarbeitet.

Erwartungen
an die Journale

  • Das Journal stellt einen Versuch dar, die individuellen Lernprozesse und den persönlichen Lernertrag der Arbeit im Seminar sowie der Entwicklung Ihrer Unterrichtssequenz zu dokumentieren.

  • Ihre Aufgabe besteht darin, die Erkenntnisse, Fragen, Gedanken, Prämissen aus der Fachliteratur (mit Quellenangaben, Zitaten etc.), die Sie im Rahmen Ihrer Lektüre und Ihres Austauschs in Ihrer Arbeitsgruppe gewonnen haben, zu dokumentieren (Schreiben zur Vergewisserung für sich selbst) als auch für Leser/innen zu dokumentieren (Schreiben im Diskurs mit Leserinnen, Diskussionsanstöße, Informationen, Offenes anbietend).

  • Bei der Anlage der Journale ist experimentelles Vorgehen erwünscht: Finden Sie - in Zusammenarbeit mit anderen - Ihre eigenen Wege und Dokumentationsformen.

Formalia

  • Grenzen des Experimentellen:
    Berücksichtigen Sie bitte bei allen schriftlichen Ausführungen die Neuregelung der Deutschen Rechtschreibung. (Betrachten Sie das als Trainingsfeld - für den Unterricht ist die Orientierung an der Neuregelung seit Jahren verbindlich!)

  • Alle schriftlichen Ausarbeitungen sollten inhaltliche und formale Kriterien an wissenschaftliche Arbeiten (Zitierweise, Quellen-/Literaturangaben etc.) erfüllen. (Betrachten Sie das als Trainingsfeld für Ihre Examensarbeiten.)

  • Bitte lassen Sie mir alle Ergebnisse sowohl in Papierform als auch in digitaler Fassung (auf Diskette oder per E-Mail-Anlage) zukommen


Literaturempfehlung:

Bünting, Karl-Dieter u.a.: Schreiben im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M. 1996 (Scriptor).
Pabst-Weinschenk, Marita: Reden im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M. 1995 (Scriptor).



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Vorläufige Seminarplanung

Zielorientierung zum Seminar


 

©opyright Dagmar Wilde, Berlin, April 2000

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06.04.2003


 

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