Dagmar Wilde • SS 00 / FUB • 12413 S

"Planung von Unterrichtssequenzen zum Texte verfassen in der Grundschule"


Journalschreiben als seminarbegleitende Tätigkeit


Journal der Gruppe 7: Bilder als Schreibanlass

Juliane Thielmann, Melanie Kamradt, Dana Radtke, Sebastian Mandzack

21.05.2000

Das Thema: Unter dem Gesichtspunkt des kreativen Schreibens planen wir die Unterrichtseinheit "Schreiben nach Bildern" in einer vierten Klasse.

Die möglichen Themen sind Freundschaft, Gefühle, Natur, Phantasiewesen und Abenteuer.

Zu Beginn der Einheit könnten die Bilder durch Schüler mit Hilfe von verschiedenen Verfahren (Malen, Zeichnen, evtl. Bastelarbeiten) selbst erstellt werden. Sie könnten aber auch aus Zeitschriften, Büchern, Werbeplakaten oder Photos u.ä. entnommen werden.

Jedes Kind soll anschließend zu seinem selbst ausgesuchten "Lieblingsbild" eine Geschichte, Kurzgedicht..., verfassen. Über das "Wie" sind wir noch nicht überein gekommen.

Soviel erstmal zu unserer Unterrichtseinheit.

Bis morgen dann im Seminar

Sebastian Mandzak


06.06.2000

Thesen aus dem Text "Schreibanregungen aus der bildenden Kunst" (G.Rabkin):

  • besondere Anregungen sind für die Entfaltung von Fantasiegeschichten hilfreich

  • wichtigstes Prinzip bei Schreianregungen: Lernende nicht vor Aufgaben stellen, die bis ins Einzelne festgeschrieben sind

  • Anregungen sollen offen für die Artikulation eigener Vorstellungen sein!

  • Konkrete Schreibanregung: Etwas Vorgegebenes soll zuerst bildnerisch und anschließend schriftlich weitergestaltet werden ("Gestalte (Male) weiter und schreibe eine Geschichte dazu!")

  • Erst malen und danach etwas dazu schreiben bietet Kindern mit wenig Schreiberfahrung einen vertrauten Einstieg; bevor Schreibdruck auf ihnen lastet, können Figuren, Ort und Handlungselemente in die vorgegebene Anregung hineingemalt werden

  • Abstrahierende Bilder von Künstlern der klassischen Moderne sind als Schreibanregung besonders geeignet, da sie dazu anregen, über vordergründige Bildinhalte hinauszugehen, Ideenproduktion bewirken und mehr als eine Deutung zulassen ( z.B. Skizzen von Picasso, Klee, aber auch Bilder von Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Rembrandt eignen sich, wenn sie nicht eindeutig in ihrer Aussage sind) wichtig bei Auswahl der Bilder: vorgestalthafter Charakter ("Senecio" von P. Klee)

  • Verbindlich für die Kinder bei der Aufgabenbewältigung ist die Verknüpfung von Bild und Text

  • Motivation zum Schreiben: während des Prozesses des bildnerischen Gestaltens werden Vorstellungen genauer, die das Kind über die Verschriftlichung ausgestalten und konkretisieren kann

  • In allen Phasen der Arbeit wird auf Eingriffe von außen verzichtet: Keine vorherige gemeinsame Interpretation der Bilder, keine Vorgaben zur Gestaltung von Bild und Text, keine Benotung

  • Besonders wichtig: Würdigung und Präsentation der fertigen Arbeiten im sozialen Kontext der Klasse

  • Schreibanregungen aus der bildenden Kunst sind lernniveau- und altersunabhängig

Juliane Thielmann


22.06.2000

Auswertung des Fragebogens aus dem Plenum am 5.6.2000

1. Was soll man da noch schreiben? Da sieht man doch alles! Wie kann man zum Schreiben motivieren?

2. Ist das Ergebnis der Schreibaufgabe eine Bildbeschreibung oder soll es eine Schreibübung zum kreativen Schreiben sein?

3. Welche Textsorten sollen bzw. können entstehen? Können dialogische Texte entstehen?

4. Zu was für Bilder soll geschrieben werden?

5. Welche Hilfestellungen werden den Schülern angeboten bzw. kann oder sollte man geben?

6. Welches Ziel wird von den Planenden angestrebt? Welche Ziele stehen im Vordergrund bei dieser Schreibübung?

7. Sprechen Bilder nicht für sich. Muß man Bilder von Grundschulkindern verbalisieren lassen und somit in ein normiertes Symbolsystem schnüren?


 

 

Schreiben zu Bildern - Journal der Gruppe 4

Kreatives Schreiben (Skript Juliane Thielmann)

Kreatives Schreiben

Kreatives Schreiben - Journal der Gruppe 2.1

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©opyright bei den Verfassern, Berlin, Juli 2000

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06.04.2003


 

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