Hinweise zur Ausbildung im vorfachlichen Unterricht
- Lernbereich Musisch-Ästhetische Erziehung (MÄERZ)


Gekürzte und überarbeitete Fassung eines Arbeitspapiers der Hauptamtlichen Fachseminarleiter/innen für den vorfachlichen Unterricht (Wilde / Oesterreich) 26.02.97
- zur Information für die Schulleitungen zum Ausbildungsbeginn 09/98


 

Inhalte und Ziele Musisch-Ästhetischer Erziehung

MÄERZ ist lernbereichsübergreifend und lernbereichsintegrierend

Relevanz der MÄERZ im VU

Inhalte/Verfahren Musisch-Ästhetischer Erziehung im Rahmen des VU

Ausbildung I. Phase

Ausbildung II. Phase

Ausbildung im Lernbereich MÄERZ in Schule und Fachseminar

Rahmenpläne und Stundentafel

Voraussetzungen der LA - Bedingungen in Schule und Fachseminar

Organisation des Ausbildungsunterrichts

Ausbildungsklasse

anleitende Lehrer/innen

Voraussetzungen LA

Unterrichtsverteilung


 

MÄERZ im vorfachlichen Unterricht

Zur Musisch-Ästhetischen Erziehung finden sich weniger konkrete Aussagen in der Fachliteratur, denn eher pädagogisch-didaktische Postulate zu musisch-ästhetischen Lernprozessen in der Grundschule. Diese verorten sich vor allem im Rahmen neuerer Ansätze zum Lernen und zur Lernkultur in der Grundschule heute (veränderte Sozialisationsbedingungen der Kinder, Erziehungsleistungen der Familie...).
Über Ziele und Inhalte der Musisch-Ästhetischen Erziehung besteht nach wie vor z. T. wenig Klarheit: MÄERZ intendiert ein erfahrungsbezogenes, handlungsorientiertes und verweilendes Lernen im Spannungsverhältnis zwischen sinnlicher Erfahrung und ästhetischer Erkenntnis. (Mit der Musischen Erziehung der Nachkriegszeit oder auch mit der Ästhetischen Erziehung im Sinne des Kunstunterrichts ist sie nicht gleichzusetzen.) MÄERZ wird als Lernen des ästhetischen Wahrnehmens von all dem und Reagierens auf all das verstanden, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen. Ziele sind die Ausbildung der Fähigkeit, das Wahrnehmen und Gestalten der eigenen Umwelt zu genießen, zu kritisieren, zu verändern, die Erweiterung des Verständnisses gesellschaftlicher Bedingungen und Wirkungen ästhetischer Phänomene sowie die Stärkung der Ich-Identität durch Sensibilisierung der Wahrnehmung.
Allgemeine Ziele Musisch-Ästhetischer Erziehung sind z. B. die Erkenntnis, dass alle Phänomene der Umwelt ästhetische Qualitäten haben, die Ausbildung der Fähigkeit, ästhetische Qualitäten in der Umwelt zu identifizieren, zu erfahren, zu analysieren sowie begründet zu beurteilen. (Vgl. Aissen-Crewett: Musisch-Ästhetische Erziehung in der Grundschule. Grundschule 7-8/1987 (S. 29ff.) und 9/1987(S. 38ff.)

Paradigmen Musisch-Ästhetischer Lernprozesse - Erfahrungsbezug, Handlungsorientierung, Lernen mit allen Sinnen - sind jedoch keinesfalls i. S. einer Polarisierung von Ästhetischer Erfahrung und Kognition zu verstehen. "Musisch-Ästhetische Erziehung ist kein Plädoyer für falsche Spontaneität und Subjektivität, keine Brandrede gegen Rationalität und kognitive Erkenntnis. Sinnlichkeit und Ratio gehören, mit ihrem jeweiligen Eigenwert, zusammen. (...) ohne die Fähigkeit zum Analysieren, Konzeptualisieren und Evaluieren können die Botschaften der Sinne nicht erschlossen werden." (A.a.O. S. 35.)

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Inhalte und Ziele Musisch-Ästhetischer Erziehung

MÄERZ versteht sich gleichermaßen lernbereichsübergeifend und lernbereichsintegrierend, fokussiert ästhetische Zugangsweisen in allen Lernbereichen des VU - nicht nur in den Lernbereichen Kunst, Musik, Sport. Somit kann es keinesfalls um eine Installierung eines neuen Lernbereichs gehen, der gar die drei Lernbereiche Kunst, Musik, Sport zu einem zusammenführen wollte! Somit kann es aber auch nicht um eine "Anreicherung" der Lernbereiche Deutsch, Sachkunde oder Mathematik um musisch-ästhetische Aktivitäten gehen: Musisch-Ästhetische Erziehung darf weder als Addition mehrerer Bezugsfächer noch als methodisches Anhängsel ("Nun singen wir zum Thema ein Lied oder malen noch ein Bild...") konterkariert werden.
MÄERZ nimmt vielmehr die generelle Bedeutung ästhetischer Erziehung für die allgemeine Bildung des Grundschulkindes in den Blick. Der Stellenwert, die Chancen und die Möglichkeiten ästhetischen Lernens für alle Lernvorgänge rücken damit stärker in Bewusstsein. Thematisch integrierte Vorhaben sind dann sinnvoll, wenn Kinder auf Grund der verschiedenartigen Aneignungs- und Gestaltungsformen vielseitige Erkenntnisse gewinnen können.
Eine Isolierung des Lernbereichs MÄERZ - ohne Bezug zu sprachlichen Vermittlungsprozessen und Sachinhalten (Interdependenz von Sach- und Sprachlernen im VU) ist nicht möglich.

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MÄERZ ist lernbereichsübergreifend und lernbereichsintegrierend

Eine vielfältige, lernbereichsübergreifende Musisch-Ästhetische Erziehung bietet Voraussetzungen, die mannigfaltigen Möglichkeiten des Ausdrucks und der Wahrnehmung zu erfahren und Welt zu gestalten. Ihr zentrales Anliegen besteht darin, die Wahrnehmungsfähigkeit, Empfindungsfähigkeit und Ausdrucksfähigkeit der Lernenden über das bloß Nützliche, instrumentell Verwertbare hinaus zu entfalten. Erleben - Erfahren - Verstehen im Vorgang sinnlicher Erkenntnis sind essentielles Vorgehensprinzip Musisch-Ästhetischer Erziehung. Dabei ist z. B. die Begegnung mit künstlerischen Werken wie auch Verhalten in der Alltagspraxis gleichermaßen Inhalt.

Das lernbereichsübergreifende Prinzip erst ermöglicht das Erfassen von Zusammenhängen (u. zw. auch Zusammenhängen der Teilbereiche eines Lernbereichs). Hierbei ist das ganzheitliche Denken der Kinder in besonderem Maße zu berücksichtigen. Sprache und Spiel sind als verbindende Gegenstandsbereiche konstitutiv für die Vermittlung elementarer Erfahrungen des Ästhetischen.

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Relevanz der MÄERZ im VU

Die ästhetische Erziehung ist integrative Klammer (Bestandteil) einzelner Lernbereiche und manifestiert sich hauptsächlich an übergeordneten Themenkomplexen. Sie strebt eine Vervollkommnung der sinnlichen Erfahrung im erkennenden Handeln an. (Vgl. Matthies/Polzin/Schmitt: Ästhetische Erziehung in der Grundschule. Frankfurt/M. 1987.)

Kennzeichen der Arbeitsweisen im Lernbereich MÄERZ - gleichermaßen charakteristische Arbeitsweisen des vorfachlichen Unterrichts - sind:

  • Orientierung am Kind, seinen Interessen, Bedürfnissen und individuellen Erfahrungen,

  • Berücksichtigung der Ganzheitlichkeit aller Lern- und Erfahrungsprozesse (motorisch, ästhetisch, emotional, kognitiv, sozial),

  • Betonung elementarer Wahrnehmungserfahrungen (vor allem im taktilen, kinästhetischen, vestibulären Bereich) als Basis jeglichen Lernens,

  • Einbeziehung spezifischer Verfahren und Medien, die einen kreativen Umgang erlauben und die Selbsttätigkeit der Kinder anregen,

  • Einräumen eines hohen Maßes an Selbsttätigkeit und Selbstbestimmung im Unterricht, Herausfordern der Eigeninitiative der Kinder,

  • Erlebnisorientiertheit der angebotenen Lernsituationen,

  • Bevorzugung von Unterrichtsformen, die Differenzierung und Individualisierung erlauben.

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Inhalte/Verfahren Musisch-Ästhetischer Erziehung im Rahmen des VU

Der Lernbereich MÄERZ existiert in der 1. Ausbildungsphase in Kombination mit den Lernbereichen Deutsch, Sachkunde oder Mathematik. Eine Abstimmung der Ausbildungsinhalte der 1. Phase mit den Lernbereichen der Grundschule ist nicht erkennbar: Ein Lernbereich MÄERZ existiert in der Stundentafel der Berliner Grundschule nicht. Inhaltsfelder Musisch-Ästhetischer Erziehung lassen sich jedoch allen Lernbereichen des VU - vor allem aber den Lernbereichen Deutsch und Sachkunde (Bilderbuchprojekt, Zirkus, Spielplatz...) - zuordnen.

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Ausbildung I. Phase

Die 2. Phase der Lehrerausbildung muss an die Studiengänge der 1. Phase anknüpfen. Gem. LBiG müssen LA ihre Lernbereiche erkennbar in der 2. Phase wiederfinden, Prüfungsstunden im 2. Staatsexamen eindeutig einem studierten Lernbereich zugeordnet werden.
Da bislang eindeutige Rahmenplanaussagen zum vorfachlichen Unterricht fehlen, VU nie als Unterrichtskonzept in den RPL formuliert wurde, findet sich derzeit keine Legitimation, MÄERZ - als allgemeines Prinzip - in die Kernbereiche des VU (Deutsch, Sachkunde) zu integrieren. Aus diesem Grund wurden Ende 1996 Fachseminare mit den Lernbereichskombinationen Deutsch/MÄERZ, Mathematik/MÄERZ und Sachkunde/MÄERZ eingerichtet.

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Ausbildung II. Phase

Die Ausbildung im Lernbereich MÄERZ beinhaltet lernbereichsintegrierende (Kunst, Musik, Sport), lernbereichsübergreifende (MÄERZ/D - SK - M) und fachliche Inhalte (Kunst, Musik, Sport). Vorfachlicher Unterricht sieht keinen Fachunterricht vor, hierin liegt für MÄERZ eine günstige Voraussetzung für das dem Ansatz implizite lernbereichsübergreifende und -integrierende Arbeiten. Die Berliner Grundschule kennt keinen Musisch-Ästhetischen Lernbereich. Die Gefahr, dass das fach- bzw. lernbereichspezifische Lernen vernachlässigt wird, da - zumindest explizit - keine Rahmenplanaussagen zu diesem Lernbereich existieren, ist nicht zu übersehen. Eine Tradierung bzw. Renaissance eines Gesamtunterrichts unter Vernachlässigung fachlicher Inhaltsbereiche, fachspezifischer Methoden und lernbereichsspezifischer Vermittlungsprozesse wäre die Folge.

Eine Integration - z. B. von Kunst- und Deutschunterricht - ist dann sinnvoll, wenn jeder Lernbereich in seiner Eigengesetzlichkeit gesehen wird. Ästhetische Gestaltungsprinzipien und fachorientierte Arbeitsweisen unterscheiden sich, die Lernwege haben aber viele Gemeinsamkeiten.

Eine isolierte Ausbildung im Lernbereich MÄERZ - ohne Bezug zu Sprache und Sache - ist nicht möglich. Alle Fachseminare müssen per se drei Kernbereiche des VU (Sache - Sprache - MÄERZ) in unterschiedlicher Intensität bei der Fachseminararbeit mitdenken. Trotzdem sind zwei Lernbereiche als Ausbildungsbereiche - entsprechend der Studieninhalte der 1. Phase - mit Priorität anzubieten.
Eine grundlegende Aneignung und Weiterentwicklung fachlicher und pädagogischer Kompetenzen in einem dergestalt kombinierten Lernbereich erfordert Schwerpunktsetzungen im Rahmen der Ausbildung im VU!

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Ausbildung im Lernbereich MÄERZ in Schule und Fachseminar

Auch MÄERZ basiert immer auf Rahmenplaninhalten und -zielen. Ein potenzielles Missverständnis gilt es zu beachten: Es geht nicht um eine Integration dreier Lernbereiche/Fächer in einem "Groß-Lernbereich", vielmehr um Beiträge der jeweiligen Lernbereiche/Fächer zur MÄERZ im Rahmen eines lernbereichsübergreifenden und lernbereichsintegrierenden Unterrichts.
Es gilt, eine Passung mit dem Konzept der Ausbildung in zwei Lernbereichen des VU herzustellen. In Ausbildung und Unterricht müssen Verbindungen zu den in der Stundentafel existierenden Lernbereichen rahmenplanadäquat hergestellt werden.

Ziel der Ausbildung im Lernbereich MÄERZ muss in der 2. Phase sein, dass Lehrer/innen als zukünftige Klassenlehrer/innen - vor allem in den Klassen 1./2. - fachlich-didaktisch befähigt sind, drei musisch-ästhetische Lernbereiche (Kunst - Musik - Sport) zu unterrichten, andernteils befähigt sind, die lernbereichsintegrierende Konzeption Musisch-Ästhetischer Erziehung zu realisieren. In diesem Sinn gilt es, pädagogische und fachlich-didaktische Kompetenzen im Lernbereich MÄERZ zu vermitteln. (Schwerpunktsetzungen sind hier auf Grund der beschränkten Ausbildungszeit und der gleichrangigen Ausbildung in zwei Lernbereichen notwendig.)

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Rahmenpläne und Stundentafel

Der Gegenstandsbereich der MÄERZ ist - im Gegensatz zum Gegenstandsbereich des Sachunterrichts - weder im Rahmenplan noch in der Stundentafel vertreten. Vielmehr sind hier jeweils die Lernbereiche Kunst, Musik und Sport aufgeführt.
Seitens der Lehreranwärter/innen sind jedoch für musisch-ästhetische Lernbereiche konstitutive Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse (bildnerische Techniken, Lieder- und Spielerepertoire etc.) nur bedingt vorauszusetzen bzw. nur individuell vorhanden. Aus einem breit gefächerten, von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich akzentuierten, z. T. eher diffusen Studienangebot lassen sich keine Inhalte/Verfahren ableiten, die allen Studierenden dieses Lernbereichs verbindlich begegnet wären.

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Voraussetzungen der LA - Bedingungen in Schule und Fachseminar

Somit lässt sich für Lehreranwärter/innen jeweils nur ein Lernbereich (D, M, SK) unterrichtlich eindeutig zuzuordnen, während für die Ausbildung im Lernbereich MÄERZ für den Unterrichtseinsatz vorrangig die Lernbereiche Kunst oder Musik in Frage kommen. Die unterrichtliche Zuordnung muss hier auf Grundlage persönlicher Voraussetzungen der Lehreranwärter/innen (Studienschwerpunkte der 1. Phase, fachspezifische Kompetenzen), unter Berücksichtigung schulischer Bedingungen und fachlicher Kompetenzen der anleitenden Lehrer/innen erfolgen.

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Organisation des Ausbildungsunterrichts

Der Musisch-Ästhetische Bezugs-Lernbereich sollte nicht ausgegliedert sein.
LA müssen bei einer Unterrichtsverpflichtung im Umfang von 10 (+ 2) Stunden (max. 5 selbstständig im VU) eine Anleitung erfahren, die gewährleistet, dass der jeweilige Kernbereich (D/M/SK) und mindestens jeweils einer der musisch-ästhetischen Lernbereiche (BK, MU / unter besonderen Umständen auch SP) in der Hand der anleitenden Lehrer/innen liegen. Nur so lassen sich im Sinne von MÄERZ sinnvolle Umsetzungen denken. Eine Festlegung auf ca. 3 Std. im Kernbereich D/M/SK in Kombination mit der festen Zuordnung zu Kunst oder Musik (oder Sport) in einer weiteren Klasse verengt im musisch-ästhetischen Sinne. Dies würde gleichermaßen dem fachlichen Anspruch der genannten Lernbereiche nicht gerecht.

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Ausbildungsklasse

Stundenverteilung und Kompetenz der anleitenden Lehrer/innen sollten eine Anleitung in beiden Lernbereichen ermöglichen.
Da derzeit im Berliner Schuldienst kaum Lehrer/innen mit einer Ausbildung im Lernbereich MÄERZ existieren dürften, kommen für den Kreis der anleitenden Lehrer/innen Kolleginnen und Kollegen in Betracht, die sowohl über eine Fakultas oder Fachkompetenz (Neigungsfach) im jeweiligen Kernbereich (D, M, SK) als auch in einem der Bezugs-Lernbereiche der MÄERZ (Kunst oder Musik) verfügen.

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anleitende Lehrer/innen

Lehreranwärter/innen mit dem Lernbereich MÄERZ sind nicht selbstverständlich mit grundlegenden Inhalten und Verfahren des Faches Musik und/oder Kunst vertraut, da sie an den Hochschulen weder eine fachliche noch eine didaktisch-methodische Ausbildung in Musik und/oder Kunst (oder gar Sport) erfahren haben. (An Hochschulen anderer Bundesländer ausgebildete LA bringen hier nochmals andere Voraussetzungen mit; dies sind Einzelfälle, individuelle Lösungen sind dann erforderlich.)
Die Zuordnung zu einem (oder im Ausbildungszeitraum ggf. auch mehreren) Bezugslernbereich(en) muss spezifische Voraussetzungen der jeweiligen LA (Schwerpunktbildung im Studium, persönliche Stärken im Bereich Kunst oder Musik) berücksichtigen.

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Voraussetzungen LA

Die Ausbildung im vorfachlichen Unterricht sieht im Ausbildungszeitraum Unterricht in zwei Lernbereichen vor. Aufgrund fehlender Kompatibilität zur Stundentafel der Berliner Grundschule entsteht im Fall der Lehreranwärter/innen mit dem zweiten Lernbereich MÄERZ Irritation.
Keinesfalls ist für LA mit dem Lernbereich MÄERZ eine anteilige Verteilung der Unterrichtsverpflichtung auf 3 Lernbereiche (Deutsch, Kunst, Musik) über den gesamten Ausbildungszeitraum anzustreben. Dies würde gleichermaßen dem fachlichen Anspruch der genannten Lernbereiche als auch den Ausbildungsanforderungen im vorfachlichen Unterricht nicht gerecht.

LA unterrichten im Ausbildungszeitraum im VU in beiden Lernbereichen max. 5 Std. selbstständig. das bedeutet nicht, dass im gesamten Ausbildungszeitraum eine ausgewogene Verteilung des Ausbildungsunterrichts auf beide Lernbereiche existieren sollte. Das bedeutet nicht, dass in jedem Semester, in jeder Unterrichtswoche eine gleichmäßige Gewichtung existieren muss. (Hier unterscheidet sich der Einsatz der LA mit dem Lernbereich MÄERZ nicht vom Einsatz der LA mit dem Lernbereich Sachkunde…)
Durchaus möglich allerdings ist ein Wechsel des Musisch-Ästhetischen Lernbereichs (epochale Zuordnung zum Lernbereich Kunst für ein Halbjahr, zum Lernbereich Musik im nächsten Halbjahr), durchaus möglich ist eine flexible Zuordnung (phasenweise Akzentuierung des Lernbereichs Kunst, des Lernbereichs Musik - integriert in lernbereichsübergreifende Unterrichtseinheiten - in Absprache mit der anleitenden Lehrerin).

U. U. könnte es sich anbieten - ggf. über variable Zeiträume - Hospitationsstunden in Bezugslernbereichen (Musik, Kunst) gleichfalls bei fachkompetenten Lehrer/innen in Klassenstufen 1 - 4 durchzuführen, auch wenn LA in der jeweiligen Lerngruppe nicht selbstständig unterrichten. (Z. B. könnte eine LA mit dem Neigungsschwerpunkt Kunst im Musikunterricht der eigenen/der Parallelklasse bei einer Fachkollegin hospitieren.)

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Unterrichtsverteilung

©opyright Dagmar Wilde, Berlin, Januar 2000

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06.04.2003


 

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