Texte verfassen am Computer in der Literatur- und Schreibwerkstatt "Fantasia"


Schüler/innen der 5. und 6. Klasse ließen sich zwischen September 2000 und Januar 2001 beim Texteverfassen am Computer inspirieren durch Lese-Erlebnisse - u. a. mit Harry Potter - und Erzählrunden in der Literatur- und Schreibwerkstatt.

Eine Hexe werden

Geschrieben von: Nemezjusz, Klasse 6

"Nein, nein, bitte nicht!" Sie schrie und weinte, doch niemand hörte sie. Sie wusste nicht wo sie war, sie wusste nicht, wer die mysteriösen Gestalten um sie waren, sie wusste nicht, was mit ihr gleich geschehen würde.

Sie wird nämlich eine von ihnen. Sie wird eine HEXE! Eine Hexe, die Tag für Tag Mäusen das Blut aussaugt um zu leben, eine Hexe die Tag für Tag den Füchsen das Fell auffrisst um zu leben, eine Hexe, bei der, wenn einer sie sieht, einem gleich schlecht wird.

"Und jetzt trink von dieser leckeren Suppe!", sagte die Hexe der Hexen. Miss Odilla war die Hexe der Hexen. Die, die nach ihrer Uroma den Posten der Hexen verteidigte. "Nein, nein ich will nach Hause!", flehte das schon 2530. Opfer, Nana. "Trink jetzt endlich!", sagte die Hexe, die sie festhielt. "Trink oder wir gebrauchen Gewalt!" Nana wurde schlecht. Ihr Kopf brummte als hätte sie ein 25 Kilo schweres Gewicht getroffen. "Ich muss es schaffen!", feuerte sie sich selber an. "Trink! Trink! Trink!", forderten die vielen Hexen sie auf.

Nana konnte wegen ihrer Kopfschmerzen noch nicht einmal unterscheiden, ob es zehn Hexen waren oder fünfzig. Aber sie wusste, dass sie irgendwie hier raus musste. Raus aus dem stickigen Raum. Raus aus dem Raum, den sie nicht kannte. Raus aus dem Raum, der die Geburt einer neuen Hexe beschwören sollte. Der Löffel mit der widerlichen Suppe wurde ihr zum Mund genähert. Auf einmal befreite sich Nana vom Griff der Hexe, die sie festhielt, und schmiss den Löffel weg. "Das ist sie! Die Gelegenheit um zu flüchten!", sagte Nana zu sich. "Du schaffst es!" Mit allerletzter Kraft rannte sie zur Tür. Alle Hexen versuchten sie zu schnappen, doch Nana war schneller. Sie rannte so schnell wie noch nie im Leben. Als sie draußen war, wusste sie wieder wo sie war: Nämlich im Dentiwald.

Nanas Freunde warteten ungeduldig vor dem Eingang des Dentiwaldes. "Wo bleibt sie denn so lange?", fragte sich Emilia, die beste Freundin von Nana. "Die Wette war doch nur für fünf Minuten." Die Wette bestand darin, fünf Minuten im Dentiwald zu bleiben. Nichts Besonderes, denkt ihr? Falsch! Im mysteriösen Dentiwald sollen nämlich angeblich Hexen leben. Darum hatten Karim und Markus mit Emilia und Nana gewettet, dass sie alleine in den fürchterlichen Dentiwald gehen würden. Emilia war die Erste, die gegangen war. Sie war heil zurückgekommen. Doch von Nana war schon seit fünfzehn Minuten nichts zu sehen.

"Ist sie das denn nicht?", fragte Karim die anderen. "Ja, das ist sie!", sagte Emilia voller Freude. Sie rannten zu ihr hinüber. "Was ist denn mit ihr los?", fragte Markus verwundert, als sie auf halbem Weg zu Nana waren. Sie kam ihnen blass und schlapp entgegen. "Was ist denn...", gerade als Emilia sie fragen wollte, fiel Nana ohnmächtig zu Boden.

"Nana!", schrie Emilia auf. "Wach auf!" "Ich fühle ihren Pulsschlag noch!", teilte Markus ihr mit. Karim war inzwischen zur Telefonzelle gerannt und hatte einen Krankenwagen gerufen. "Wach auf! Wach bitte auf!", flehte Emilia Nana verzweifelt an. "Was ist bloß passiert?", fragte sich Markus. "Vielleicht hat sie...?" "Nein", schrie ihn Emilia an, "an so etwas darfst du noch nicht mal im Traum denken!" Markus wehrte sich: "Es ist doch möglich, dass sie eine Hexe getroffen hat." "Nein, Hexen gibt es nicht!", schrie Emlia ihn wütend an. Gerade sahen sie, wie Karim zu ihnen angerannt kam. "Der Krankenwagen kommt in....", berichtete er ihnen, als Emilia ihn unterbrach. "Was ist das denn?" fragte sie und deutete auf Nanas Arm. Sie sahen eine schwarze, suppenartige Flüssigkeit auf ihrem linken Arm. "Gib mal ein Taschentuch", forderte Emilia Markus auf. Er gab ihr eins. Sie nahm das Taschentuch entgegen und wischte die Flüssigkeit auf. "Oh Gott!", rutschte es Karim raus. Sie erstarrten, als sie die Aufschrift auf der Stelle sahen, wo vorher die Flüssigkeit gewesen war. Es stand dort: Hexe Nr.2530.

"Sie ist uns entkommen!", schrie Miss Odilla die Hexen, die Nana gehalten hatten an. "Und ihr seid an allem Schuld!" Eine der Hexen verteidigte sich: "Sie hat aber beim Wegschmeißen des Löffels ein bisschen auf den Arm gekriegt!" "Ein bisschen ist nicht genug!", fauchte die Oberhexe sie an. Die Hexe des Wissens kam in den Raum, wo sie sich stritten. Die Hexe des Wissens, Miss Gohga, war die klügste von allen und hatte jetzt die Aufgabe herauszufinden, ob Nana noch eine Hexe werden würde oder nicht. "Es gibt noch Hoffnung", berichtete Miss Gohga, "aber es wird etwas dauern." "Wie lange?", fragte die Hexe der Hexen. "In 36 Stunden wird die Haut einer Hexe sie vollkommen umfassen", antwortete die Hexe des Wissens voller Freude, "dann ist die Hexe Nr. 2530 endlich unter uns!" "Und wie willst du sie hierher bringen?", fragte die Hexe der Hexen. "Das lassen sie schon meine Sorge sein ", antwortete Miss Gohga Miss Odilla.

... Fortsetzung …

 

Nemo 03.12.2000

 

(zum Weiterlesen gibt's den kompletten Text von Nemo hier als Pdf-Datei)

Download des vollständigen Textes

 


©opyright Dagmar Wilde, Berlin, Januar 2001

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11.04.2003


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