"Bilder von Michael Sowa als Schreibanlass"

Arbeitsergebnisse Klasse 6c März 1999 im Rahmen der Unterrichtseinheit "Bilder von Michael Sowa als Schreibanlass"


Michael Sowa: Melancholie eines Sommerabends, 1992

Abbildung (68), in Sowa, Michael: Bilder aus zwei Jahrhunderten. Zürich 1995 (5. A.)

Die träumende Katze

Es war an einem schönen Sonntagmorgen in den Sommerferien. Da wohnte ein Kater namens Felix, gegenüber wohnte eine Hündin namens Chipsy. Da begann ein Unwetter, davon wurde die Katze wach und wunderte sich: "Was ist denn hier los, es ist ja so leer hier?" Da sprang sie vom Fensterbrett und ging auf das gegenüberliegende Fensterbrett zu. Da sah er die Hündin und erschrak, ihm blieb fast das Herz stehen, deswegen rannte er schnell weg.

Vor ihm stand eine Tierhandlung, namens REX'S SHOP. Da sah er eine große, dicke, fette Wurst. Vor der Tür stand ein Ehepaar mit zwei Kindern. Sie guckten den kleinen Kater an und fragten: "Wo kommst du denn her?" fragte die kleine Zwillingsschwester Lili. Und die andere Schwester Linda. Die Katze miaute laut. Dann fragte die Schwester Lilli ihre Eltern, ob sie den Kater behalten dürfen. Maria sagte: "Natürlich dürft ihr sie behalten, aber unter einer Bedingung: Ihr müsst aufpassen, dass sie oder er immer was zu essen und zu trinken hat."

So nahmen sie ihn mit nach Hause und die Eltern gingen dann noch mal zum Laden und kauften die nötigsten Dinge z. B. Spielsachen, Knabberzeug, Fressen, Kratzbaum und Katzengras in kleiner Menge. Als sie wieder zu Hause waren, packten sie alles in die Speisekammer und gaben dem Kater sogleich etwas zu fressen und zu trinken. Der Kater hatte großen Hunger und verspeiste eins nach dem anderen. Danach ging er zu Linda und Lilli und ließ sich streicheln, wobei er anfing zu schnurren, und nach einer Weile einschlief. Nun gingen Linda und Lilli in ihr Zimmer und spielten.

(von Jessica Treitzschke und Tanja Nowicki)

Minka und Rex

Der Schäferhund von nebenan schaute mal wieder rüber zum Nachbarhaus.
"Wieso schaut er immer so komisch, vielleicht sollte ich ihn mal fragen?" meinte die Katze. "He, du da wieso schaust du immer zu uns rüber!" "Ich schau nur so, darf ich doch oder?" fragt der Hund. "Natürlich darfst du, ich habe nur so gefragt." sprach die Katze.
Der Hund fragte die Katze: "Würdest du mit mir in den Park gehen, ich muss mal? Weil es ist jetzt gerade meine Zeit." Die Katze staunte: "Ja natürlich warum nicht."
Kurze Zeit später trafen sich die beiden im Park. Der Hund fragte die Katze: "Wie heißt du eigentlich?" "Minka und du?" sagte die Katze. "Ich heiße Rex und bin ein Polizeihund." "Boaää! Ist ja toll ein Polizeihund ich würde auch gerne eine Polizeikatze sein."
Minka dachte sich: "Rex ist ganz schön nett, er könnte ein richtiger Freund von mir werden." Und Rex überlegte: "Ich mag Minka, sie sieht hübsch aus mit ihren hellblauen Augen und ihrem schwarzen Fell." "Ich muss gleich nach Hause, aber wir können uns ja morgen treffen, aber nur wenn du willst?" sagte sie traurig. Rex war begeistert. "Ja, sehr gerne, vielleicht können wir ja zu mir gehen, mein Herrchen ist den ganzen Tag nicht da und ich habe einen Farbfernseher." Minka stimmte zu: "Von mir aus sehr gerne."

Am nächsten Tag haben sie sich wieder getroffen und haben sich im Fernseher EIN HERZ FÜR TIERE angeguckt und danach DR. STEFAN FRANK.

Abends musste Rex nach Hause. Am nächsten Tag ging Minka in den Park und sah an einem Baum einen Zettel hängen und da stand drauf

GESUCHT!
Ein SCHWARZ BRAUNER SCHÄFERHUND VERSCHWUNDEN AM 18.7.1996, ER HÖRT AUF DEN NAMEN REX, ER TRÄGT EIN GRÜNES HALSBAND ER IST EIN POLIZEIHUND.
BELOHNUNG 3000 DM

Minka hoffte, dass das nicht ihr Freund Rex sei. Aber es war Rex. Minka musste weinen. Nach zwei Jahren ist Minka vor Einsamkeit gestorben. Ihr Frauchen ist auch nie wiedergekommen.

(Mandy Hecht / März 1999)

Hund und Katz

An einem schaurigen Tag sah ein großer, starker, mächtiger Hund namens Walter aus dem Fenster und blickte hinüber zur kleinen schwachen, in dem Licht glänzenden Katze namens Mandy.

Mandy saß in einem kleinen Raum ohne Licht, nur das Sonnenlicht erblickte das Zimmer. Mandy schaute sich in ihrem Zimmer um und die Dose mit dem Katzenfutter an. Walter schaute nur aus einen Grund aus dem Fenster, er verlangte das Katzenfutter, da er seit mehreren Tagen nichts zu fressen bekommen hatte. Da Herrchen und Frauchen ihn im Stich gelassen hatten, er machte nämlich viel Dreck.

Die Katze saß am Fenster, weil sie auf einen kleinen Vogel achtete, der auf einem Baum in seinem Nest saß. Walter wollte eigentlich heute hinunter gehen, aber es brauten sich schlechte Wolken an. Deswegen wollte Walter nicht hinaus gehen. Mandy sagte sich, dass sie ein paar Möbel kaufen müsse, dann ging sie zur ihrem Napf, der da drüben in der Ecke stand, sie fraß ganz langsam, danach ging sie wieder zu dem rechten Fenster und beobachtete wieder den kleinen Vogel, der in der Baumkrone saß.

Walter ging aus dem Haus raus und suchte sich was zu fressen, danach ging er wieder zum Fenster und langweilte sich. Und so ging es jeden Tag.

(Alexander Zimmermann und Pascal Bäsler)


Michael Sowa: Vor dem Fest, 1985

Abbildung (53), in Sowa, Michael: Bilder aus zwei Jahrhunderten. Zürich 1995 (5. A.)

Das Unwetter

Es war ein schöner Frühlingsmorgen. Bis plötzlich dunkle Wolken aufzogen und ein Gewitter herein brach. Die Bäume verloren ihre Blätter, in dem einzigen Haus, das in dieser Gegend stand, flogen Rollläden runter, ein Fenster ging zu Bruch und die Gardinen wehten wild aus dem Fenster.

Der Bewohner des Hauses, Marcus Müller, der gestern erst spät nach Hause gekommen war, nachdem er bei einer Betriebskonferenz der Firma Dunkelman anwesend gewesen war, wachte mit großem Schrecken auf. Da er noch sehr verschlafen war, schnitt er sich an der zerbrochenen Scheibe bei dem Versuch das Licht anzumachen. Als er den Schalter endlich fand, bemerkte er, dass die Leitung tot war. Er rannte aus dem Haus, um zu sehen was passiert war, dabei stieß er wild die Tür auf und guckte nach dem Strommast. Er bemerkte, dass seine Lage sehr brenzlig war, um nachzudenken lehnte er sich gegen den Mast. Plötzlich schlug ein Blitz ein.

Der Körper des Mannes zuckte,....
was ist das...., es schießen Federn aus seiner Haut. Als er fast mit einem Kleid aus Federn bedeckt war, merkte er wie er schrumpfte und die Form einer Gans annahm. Er rannte erstaunt in Richtung Stadt um Hilfe zu holen. Er sah zwei helle Lichter und hört ein lautes Quietschen dann.... wachte er auf.

Er versicherte sich, dass er wach war, dabei erkannte er eine Narbe an der Hand, wo er sich geschnitten hatte.

(Malte Schumacher und Valentin Kunz)


Zugschweine sammeln sich, 1990

Abbildung (26), in Sowa, Michael: Bilder aus zwei Jahrhunderten. Zürich 1995 (5. A.)

Das UFO und die Schweine

Ein UFO fliegt durch die Galaxie. Es kommt vom Marso. Sein Ziel ist die Erde. Die Marsoaner wollen die Erdlinge untersuchen. Sie erblicken durch ihre Spacekamera drei Schweine, die über die Felder rennen.

Zur gleichen Zeit jagt Oskar, ein kleiner, braun-weißer Hund, den Schweinen hinterher. Er kommt von dem Hof, wo die Schweine entlaufen sind. Am liebsten wäre er ja zu Hause geblieben und hätte sich gemütlich in das Heu in der Scheune gekuschelt. Aber diese gemeinen Schweine hatten ihm dazwischen gefunkt. "Was soll's", denkt der Hund und bellt den Schweinen hinterher: "Hey, ihr, kommt zurück!" In diesem Augenblick erscheint ein grelles Licht. Der Hund hält sich die Augen mit den Pfoten zu. Einige Sekunden später hört es auf zu leuchten, der Hund öffnet seine Augen. Die Schweine sind verschwunden. Der Hund erschrickt und denkt: "Ach, wär ich doch zu Hause geblieben." Er rennt los und sucht die Schweine.

Im Raumschiff werden die Schweine auf einen Operationstisch gelegt. Sie wundern sich, wo sind sie denn hier gelandet. Eines von ihnen vermutet: "Bestimmt sind wir in der Zukunft gelandet." "Wir sind bestimmt gestorben", meint ein anderes und fängt an zu weinen. Und das dritte überlegt, ob es hier irgendwo etwas zu essen geben mag.
Dann kommt ein kleiner, schleimiger rosa Außerirdischer in den Raum und sagt etwas, was die Schweine nicht verstehen können. Er kommt auf sie zu und will eines von ihnen in eine komische Maschine legen, aber das Schwein grunzt und quiekt und rettet sich unter den Operationstisch.
Der Außerirdische ruft über Funk die Spezialeinheit, die dann auch gleicht erscheint. Sie schießen mit ihren Eineisungsgewehren und die Schweine erstarren zu Eis. Nun legt der Doktor die Schweine in die Untersuchungsmaschine. Wo sie zuerst aufgetaut werden. Dann wird ihr Gehirnumfang gemessen, dabei stellt sich heraus, dass sie sehr wenig Intelligenz besitzen, weil ihr Gehirnumfang nur 6 cm beträgt. Als nächstes kommt die Ernährung an die Reihe. Den außerirdischen Doktor trifft fast der Schlag: "Viel zuviel rasras (1) und viel zuviel rasurasu (2)."
Die Außerirdischen sind entsetzt über die Unterentwicklung der Erdlinge und beamen sie zurück. Dann fliegen sie auf schnellsten Wege nach Hause in eine andere Galaxie.

Der Hund hat den ganzen Tag vergeblich nach den Schweinen gesucht.
Plötzlich sieht der Hund wieder ein grelles Licht. Er dreht sich verwundert um und entdeckt die Schweine. Zwei von ihnen sitzen in den Strommasten und das dritte sitzt in einem Baum, der am Wegrand steht.
Die Schweine machen einen eleganten Satz nach unten und der Hund jagt sie wieder über die Felder.

(1) Das bedeutet auf Marsoisch "Fett"
(2) und das bedeutet auf Marsoisch "Kalorien".

(Manuel Hartmann und Leon Buschbeck)


Michael Sowa: Ohne Titel

Abbildung in: Sowa, Michael, Das Huhn und die Tänzerin. Dreissig phantastische Stücke. Hamburg 1997. S. 46

Die Explosion im Zirkus Rums-Bums

Es war am 23.9.1943 im Zirkus Rums-Bums in England.

Um 19.30 Uhr. Der verrückter Wissenschaftler Zweistein wollte im dem Zirkus Rums-Bums arbeiten. Weil er fast kein Geld hatte, suchte er in dem Zirkus nach Arbeit. Zweistein hatte sich mit seinem Rest Geld drei Computer gekauft, die Computer hatten ein Eigenleben. Er zeigte dem Chef Hans, der gerade seinen guten Tag hatte, seine Nummer mit den Computern, sie sollten ein Fußballspiel gegeneinander spielen. Aber sie wollten nicht. Der Chef dachte: "Der bildet sich das doch nur ein." Der Chef sagte: "Probier es doch noch einmal." Er probierte es noch mal, aber es funktionierte wieder nicht.

Plötzlich stieg Rauch auf und dann explodierte einer der Computer, dann gab es eine Kettenreaktion und auch die anderen Computer explodierten. Der Zirkus stand in wenigen Minuten in Flammen.

Der Chef konnte sich schwerverletzt aus dem brennenden Zirkus retten, aber der Wissenschaftler konnte sich nicht mehr aus den Flammen retten, er kam im Feuer ums Leben!

Die Zeitung London Express schrieb:
Gestern um ca. 19.30 Uhr wurde die Feuerwehr von einem der Anwohner vom Zirkus Rums bums aufgeschreckt! Der 54jährige Kurt sah, wie es im Zirkus brannte. Die Feuerwehr sagte, dass sich nur zwei Menschen im Zirkus befanden, der 30jährige Zirkusdirektor, Hans Neumann, und der 60jährige Albert Zweistein. Hans N. konnte sich schwer verletzt retten, aber Albert Z. kam leider ums Leben. Er wird am 3.12. beerdigt. Gott sei mit ihm. Herr Neumann kam mit einem Schock davon. Er sagte im Krankenhaus: "Es war das Schlimmste, was ich je in meiner 10jährigen Laufbahn erlebt habe.

(Sebastian Bittins und Dennis Schalast)


Michael Sowa: Ohne Titel

Abbildung in: Sowa, Michael, Das Huhn und die Tänzerin. Dreissig phantastische Stücke. Hamburg 1997. S. 38

In Via Mazzini

Der Sternenhimmel ist soo... schön, hörte ich von irgendwo her, vielleicht vom Nachbarhaus, eine undeutliche, sehr leise Stimme flüstern.

Plötzlich...dort...ich sehe einen Schatten, er huscht über das Nachbardach; irgendwie menschlich aber auch irgendwie wieder nicht. Was war das? Ein Schrei!? Ein dumpfer Plumps. Vor Schreck schlüpfe ich unter meine Decke und halte mir die Ohren zu. Fünf Minuten vergehen.

Nun ziehe ich meine Decke Stück für Stück vom Kopf und befreie, immer noch etwas ängstlich, meine Ohren, doch nun ist alles wieder still.

Ich glaube, ich schlafe gleich ein, so müde wie ich bin, ich schließe meine Augen. -

Ist ja gut, ganz ruhig, das war wieder die gleiche Stimme von vorhin. Schnarch!

Klar und deutlich sehe ich ein recht großes, schönes, altes Haus, auf dessen Mauer ein stattlicher Baum seinen mächtigen Schatten wirft. Neben den steinernen Treppenstufen, auf die die Sonnenstrahlen nur so prasseln, wuchert ein kleiner Busch mit dunkelgrünen Blättern. Vor der grünen Tür mit dem silbernen Briefschlitz und der weißen Klingel, über der ein zweifenstriges Guckloch ist, hockt eine kleine niedliche Katze mit glattem, weißem Fell und großen blauen Augen.
Ihre rechte Vordertatze scheint gebrochen zu sein, da sie von einem schwarzen Verband gehalten wird.

Oh, was bimmelt da denn so, ist das der Milchmann oder der Zeitungsbote?

...Mist, das war der Wecker, ich muss aufstehen!

Ich gehe in die Küche und mache mir einen starken Kaffee, setze mich an den Tisch mit der blau-weiß karierten Tischdecke und fange an ihn zu trinken. Plötzlich fällt mir mein Traum wieder ein, den ich vorhin hatte, das Bild, um das es sich handelte, kommt mir irgendwie bekannt vor. Genau, das handelte in meiner Straße, der Via Mazzini 94, meinem Nachbarhaus!

Am besten sehe ich gleich mal nach, ob die Katze noch da ist. Ich lasse meinen Kaffee auf dem rundem Küchentisch stehen, renne zum Eingang, reiße zügig die Tür auf und...

(Sophie Milbrett und Eleonora Pauli)

Die Katastrophe

"Kinder kommt jetzt!", rief ich meinen drei Katzenjungen zu. "Es ist Zeit zum Schlafen!" "Wir wollen aber noch nicht schlafen, Mama!", bekam ich aus dem kleinen, spärlich eingerichteten Kinderzimmer zugerufen, "außer du erzählst uns noch eine Geschichte?" "Na gut, aber ihr müsst danach gleich einschlafen, Okay? Legt euch in eure Betten, dann fange ich an."

Schnell legten sich Blinki, Chipsi und Dizi in ihre geliebten Hochbetten. Darauf fing ich an die Geschichte zu erzählen.

"Es war einmal ein alter, tierlieber Mann. Bei diesem lebte meine Urururgroßmutter Hildegard. Als sie so alt war wie ihr, passierte es."

"Erzähl doch! Schnell, erzähl weiter!" rief der weiß-schwarze Blinki, der immer noch nicht im Bett lag, und legte sich endlich ins Bett.

"Es war wirklich furchtbar, denn mitten im Hochsommer war es plötzlich so kalt, dass es anfing zu schneien.
Der alte Mann konnte bei dieser Kälte nicht wie sonst jeden Tag mit Hildegard am Bach entlang spazieren gehen, da seine alten Knochen sonst...!
Na ja, das ist noch nichts für euch.
Also las er gemütlich die Zeitung und trank ein Fläschchen Wein. Hildegard latschte gelangweilt an der uralten Lampe vorbei zu dem alten Mann und las auch ein wenig in den neusten " Bonner News"!

Aus aller Welt 5.8.1999
Bonner News

Die Katastrophe ist perfekt!

Gestern mussten wir noch bei +37° schwitzen und heute sind es fast -20°. Und es schneit ohne Ende. Wir befragten den Wetterexperten Ingo Regenwetter darüber.
Kam so etwas schon einmal vor?
Nein in diesem Ausmaße noch nie.
Welches Gebiet in Deutschland ist am meisten gefährdet von diesen Schneefluten begraben zu werden?
Leider Gottes unseres, das können sogar Laien daran erkennen, dass einige Polartiere zu uns gezogen sind.
Das witzige daran ist, dass die Pinguine nun fliegen und Eisbären Vegetarier geworden sind.
Passiert ist dies durch die lange Reise vom Nordpol hier nach Deutschland.

"Nun ging Hildegard zum Fenster, sah hinaus und wirklich dort waren...

Hallo Kinder, Kinder. Jetzt sind sie eingeschlafen! Na ja, schlaft schön!" flüsterte ich und deckte sie noch einmal zu, bevor ich leise aus dem Zimmer von unserem Hochhaus schlich!

(Janina Tillinger und Yvonne Segebart)


Michael Sowa: Ohne Titel

Abbildung in: Sowa, Michael, Das Huhn und die Tänzerin. Dreissig phantastische Stücke. Hamburg 1997. S. 28

Mein Traum

Hallo, mein Name ist Joe Freeman ich bin ein bekannter Abenteurer. Heute möchte ich ihnen meinen schlimmsten Alptraum erzählen: "Ich träumte, dass ich es mir in meinem Lieblingssessel im Wohnzimmer mit einer Flasche Bier und einer Zeitung gemütlich gemacht hatte. Es war ein sehr sonniger Tag. Draußen flogen drei Pinguine an meinem Haus vorbei, meine Katze schaute ihnen verdutzt nach, ich merkte es jedoch nicht, weil ich so sehr in meine Zeitung vertieft war.

Meine Katze, die sehr ausgehungert war, versuchte einen der Pinguine zu krallen, dabei fiel sie beinahe aus dem Fenster.

Es war viel Schnee gefallen. In meiner Zeitung stand nichts Aufregendes, bis ich einen Artikel über ein Geisterhaus fand. Ich las den Artikel gründlich durch und beschloß selber zu diesem Spukhaus zu fahren.
Während der sehr langen Fahrt verdunkelte sich der Himmel. Es geschah sonst nichts Merkwürdiges mehr.
Nach einer Stunde erreichte ich endlich das Spukhaus. Es sah wirklich sehr gruselig aus. Es war eine sehr alte, verlassene Villa, die sehr zerfallen war. Nach langem Zögern betrat ich die alte Villa.
Als ich das so genannte Geisterhaus betrat, sah ich einen langen Korridor und eine Treppe, die in den zweiten Stock führte. Im Geisterhaus waren überall Kerzen angezündet. Ich stieg die morschen Treppen nach oben.
Als ich oben ankam, sah ich eine Reihe von alten Rüstungen, dann streifte mich ein kalter Windzug, der alle Kerzen auspustete, dann herrschte Stille. Plötzlich glühten zwei Augen vor mir auf und ich sah eine Axt aufblitzten.
Ich versuchte zu flüchten, doch die glühenden Augen trieben mich in eine Ecke. Im Lichte des Mondes erkannte ich ein Skelett, dass die Axt hob und blitzartig zuschlug. Die Axt streifte mich am Bauch, es war ein sehr langer Schnitt. Dann wachte ich schreiend und schweißgebadet auf, doch ich hatte eine kleine Narbe am Bauch.

(Cyril und Jean-David)


Michael Sowa: Ohne Titel

Abbildung in: Sowa, Michael, Das Huhn und die Tänzerin. Dreissig phantastische Stücke. Hamburg 1997. S. 54

Die Strommasten

An einem sonnigen Nachmittag trafen sich ein Marabu, ein Elefant und ein Löwe in einer großen Oase in Afrika. Sie waren gute Freunde und trafen sich fast täglich an diesem schönen Ort.

Heute fragten sie sich wie immer, was sie denn zusammen machen sollten. Da sagte der Elefant: "Wir könnten ja mal gucken, wo der Weg an den Hügeln hin führt." Dies wollten sie alle schon lange wissen. "Das ist eine gute Idee!", sagten der Marabu und der Löwe wie aus einem Mund. Also gingen sie zu dem Weg, der an der kleinen Hügellandschaft vorbei führt. Der Löwe, der oft etwas angibt, sagte: "Ich muss vorne gehen und ihr hinter mir." Damit waren der Marabu und der Elefant einverstanden, weil sie nicht mit dem Löwen streiten wollten.

Jetzt gingen sie sehr neugierig los. Erst der Löwe und hinter ihm zuerst der Elefant und dann der Marabu. Sie waren schon etwas gegangen, als ihnen auffiel, dass sie die ganze Zeit an Strommasten vorbei gingen. Der kleine Marabu krächzte: "Wir können den Strommasten nachgehen und gucken für was diese Strom transportieren." "Au ja", sagten die anderen beiden, "das würde uns auch interessieren."
Und damit war es beschlossen. Sie gingen also den Strommasten nach um zu sehen, wo diese Strom hin transportieren. Sie gingen weiter und weiter, aber irgendwie achteten sie nicht mehr auf die Strommasten, denn sie waren müde und wollten wieder nach Hause. Sie wussten auch schon gar nicht mehr, wo sie waren. Als sie noch ein paar Minuten gegangen waren, fragte der mittlerweile müde gewordene Elefant: "Waren wir hier nicht schon einmal?" Daraufhin guckten sie sich alle um und der Löwe und der Marabu sagten: "Das stimmt, hier waren wir schon mal." "Dann kann es aber nur sein, dass wir im Kreis gegangen sind!", sagte der angeberische, aber schlaue Löwe. Sie gingen noch ein Stück weiter, bis sie in der Ferne den kleinen Teich sahen, an dem sie meistens zusammen tranken. Jetzt wussten sie wieder, wo sie waren, und rannten alle zum Teich. Nun sagte der Marabu, der ganz außer Atem war: "Das war eine tolle Wanderung, aber wir wissen trotz alledem nicht, für was die Stommasten Strom transportieren, weil wir zu müde waren und nicht mehr darauf geachtet haben!" "Das macht doch nichts!", sagte der Löwe, der auch ganz außer Atem war. "Dann wissen wir wenigstens schon, was wir morgen zusammen machen sollen", trompetete der Elefant, der schon ganz aufgeregt war. "Was denn?" fragte der Marabu, der es nicht ganz verstand, was der Elefant gemeint hatte. "Na, wir suchen morgen noch mal nach dem Ding, wo der Strom hintransportiert wird", sagte der Löwe, der sofort verstand, was der Elefant gemeint hatte. "Ach soooo!", krächzte der Marabu, der jetzt auch verstand, was der Elefant gemeint hatte. "Also tschüs, bis morgen so gegen 10.00 Uhr am besten hier am Teich!", sagte der Elefant. Damit waren alle einverstanden und sagten nochmals tschüs zueinander.

Und dann gingen alle hungrig nach Hause. Am nächsten Morgen trafen sie sich frisch entschlossen und gut gefrühstückt wieder am kleinen Teich und versuchten das Geheimnis der Strommasten herauszubekommen.

(Friederike Neumeyer)


©opyright Dagmar Wilde, Berlin, März 2000

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11.04.2003


 

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