Begrüßung zur Berliner SEMIK-Tagung
am 19. Oktober 2001

 

Dagmar Wilde, Projektleiterin SEMIK-ForMeL G

Herzlich willkommen zur 2. SEMIK–Fachtagung der Berliner BLK–Modellvorhaben. Ich bin Dagmar Wilde – Projektleiterin des Modellvorhabens ForMeL G (... auch kurz: Fortbildungskonzept zur Entwicklung neuer Lernkulturen in der Grundschule unter Einbeziehung neuer Medien im Klassenraum)...
Ich begrüße Sie zu Beginn unserer Tagung auch im Namen des Projektleiters des zweiten Berliner SEMIK–Vorhabens (Entwicklung, Erstellung und Erprobung von digitalen Lehr– und Lernmaterialien), Michael Retzlaff.
Mein Willkommen richtet sich an Sie als Lehrerinnen der Berliner Schulen, Ausbilderinnen, Fortbildnerinnen, Schulleiterinnen und Mitarbeiter der Schulaufsicht. Ein ganz besonders herzlicher Willkommensgruß gilt all denjenigen, die eine etwas weitere Anreise auf sich genommen haben, um an unserer Tagung teilzunehmen.
Ich denke, ich spreche im Namen aller hier Anwesenden, wenn ich sage, dass es mich besonders freut, dass wir die kommenden beiden Tage mit Gästen aus Mecklenburg–Vorpommern, Brandenburg, Bremen, Nordrhein–Westfalen, Sachsen, Hamburg, Bayern und Hessen im Austausch sein dürfen.


Es freut mich ganz besonders, dass es uns gelungen ist, für unser Tagungsthema „Neue Lernkultur und neue Medien in der Grundschule“ Fachkollegen als Referenten und Workshopleiterinnen zu gewinnen, die in ihren Arbeitsbezügen seit langem sehr eng mit dem Thema befasst und verbunden sind. Ein herzliches Willkommen.
Ich danke auch allen anderen Workshopleiterinnen für das Interesse, mit dem Sie sich in unsere Tagung einbringen.
Das Thema, das wir für diese zweite Berliner SEMIK–Fachtagung gewählt haben, spiegelt den Status quo wider, wie er– wohl nicht nur in den Berliner – Grundschulen wahrzunehmen ist. Die neuen Medien sind – auch in den Schulen, auch in den Grundschulen – präsent. Es stellt sich heute nun nicht mehr die Frage, ob neue Medien in der Grundschule verwendet werden sollen. Es stellt sich heute vielmehr die Frage: Wie und wozu sie verwendet werden sollen?!
Und: Die neuen Medien provozieren – wie keines der herkömmlichen Medien bislang – ein Nachdenken über das Lernen und Lehren. Neue Medien verändern die Lernkultur in Unterricht und Schule ja nicht allein dadurch, dass sie existieren.
Aber: wenn Lernende und Lehrende, Kinder und Grundschullehrkräfte, neue Medien zur Unterstützung von Lehr–und Lernprozessen nutzen wollen, dann kommt zwangsläufig der Moment, an dem Lernen und Lehren neu gedacht werden müssen.
Dafür Fortbildungskonzepte zu entwickeln – regional und schulintern –, darum bemühen wir uns im SEMIK–Projekt ForMeL G mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an sechs Projektschulen.


In den nächsten beiden Tagen wollen wir nun gemeinsam an den neu in den Blick kommenden Fragen arbeiten, Erfahrungen austauschen und... Antworten suchen. Rezepte wird es sicherlich – wie immer in der Geschichte der Pädagogik – nicht geben. Aber – so hoffe ich – Orientierungen für künftige Entwicklungsschritte...
Der Tag heute ist dem Orientieren und dem Austausch gewidmet. Wir hören zwei Vorträge. Und wir werden– nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss – am Nachmittag in sieben Workshops miteinander arbeiten. Die Ergebnisse der Workshops sollen am Abend zusammengeführt werden. Der Tag morgen soll Einblicke in konkrete Entwicklungsschritte einzelner Schulen eröffnen.
Ich möchte Sie hier noch einmal sehr herzlich einladen, die Hospitationsangebote aktiv wahrzunehmen. Die Chance, Unterricht einmal aus der Außensicht wahrzunehmen, Konzepte anderer Schulen kennen zu lernen, haben wir Lehrerinnen ja im Grunde viel zu selten.
Den „runden“ Abschluss unserer Tagung soll ein Zusammenführen von Theorie und Praxis darstellen. Am Freitagnachmittag werden wir Gelegenheit haben, uns in zwei Diskussionsforen über die Hospitationen auszutauschen, die Arbeit der SEMIK–Projekte – die nun zwei Jahre andauert – näher kennen zulernen und mit den im Projekt engagierten Lehrerinnen und Lehrern ins Gespräch zu kommen.


Ja..., und schließlich ist der Freitag einem Feld gewidmet, dass gerade in der Schulpraxis ein nicht unwesentliches ist:...der Lernsoftware. In einem Workshop und weiteren Präsentationen verschiedener Verlage erhalten Sie Gelegenheit, sich über das Aktuelle zu informieren und vor allem – ganz konkret – beraten zu lassen.
Ich hoffe, dass Sie am Ende dieser Tage mit neuen Ideen, erfüllt von anregenden Gesprächen und motiviert für ein Lehren mit neuen Medien... ins Wochenende gehen werden.
Und ich wünsche Ihren Lernenden, dass sie von dem profitieren mögen, was hier in diesen beiden Tagen gedacht und bedacht wurde.
Nun..., und allen Ihren Kolleginnen und Kollegen – die hier nicht dabei sein können – wünsche ich, dass Sie Ihnen all das recht nachhaltig weitertragen, was hier in diesen beiden Tagen gedacht, ausgetauscht und erarbeitet wurde...


Ich begrüße nun – als Vertreter der Senatsverwaltung – sehr herzlich Herrn Dr. Thoma und übergebe ihm das Wort.


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