"Fortbildungskonzept zur Entwicklung neuer Lernkulturen in der Grundschule unter Einbeziehung Neuer Medien im Klassenraum "
(ForMeL G)

 

Vorhaben des Berliner SEMIK-Projekts ForMeL G

Aufbau eines Fortbildungsnetzwerks

  • das grundschuldidaktisch ausgerichtete Fortbildungen zur Einbeziehung Neuer Medien in den Unterricht anbietet

  • das Orientierung und Unterstützung im Hinblick auf die Implementierung veränderter Lehr-Lern-Konzepte, die die Einbeziehung Neuer Medien in den Unterricht erfordern, bietet

  • das den kollegialen Austausch über die Einzelschule hinaus, dabei aber schulstandortnah befördert und

  • die Entwicklung eines die didaktisch-methodischen Besonderheiten der Grundschule akzentuierenden Qualifizierungsprogramms für Lehrerinnen und Lehrer.

Schwerpunkte

  • Stärkung der Akzeptanz und Kompetenz in Bezug auf den Einsatz neuer Medien in der Grundschule

  • Erweiterung der didaktischen Kompetenz hinsichtlich der Einbeziehung neuer Medien in den Unterricht

  • Entwicklung bzw. Etablierung von Lernformen, die selbstgesteuertes und situiertes Lernen sowie kooperative Arbeitsverfahren bei der Einbeziehung neuer Medien in den Unterricht unterstützen

  • Konzeption von Lernumgebungen, die eine Integration neuer Medien in den Klassenraum unterstützen

  • Veränderung der Rolle von Lehrenden und Lernenden bei der Nutzung neuer Medien in Lehr-/Lernprozessen

  • Implementierung veränderter Formen des Lehrens und Lernens, die u. a. durch die Einbeziehung neuer Medien in den Grundschulunterricht, in der heutigen Schule unverzichtbar sind.

Organisation

Die 23 Bezirke Berlins wurden in sechs Regionen eingeteilt. Jeder Region wurde eine Fortbildungsschule zugeordnet: Spandau (Astrid-Lindgren-Grundschule), Reinickendorf (Mark-Twain-Grundschule), Schöneberg (Schwielowsee-Grundschule), Neukölln (Michael-Ende-Grundschule, ab Schuljahr 2001/02: Rose-Oehmichen-Grundschule), Hohenschönhausen (Grundschule im Grünen), Kreuzberg (Otto-Wels-Grundschule).

Eine Lehrkraft bzw. zwei Lehrkräfte jeder Schule ist/sind mit Multiplikatorenaufgaben betraut, führt/führen Fortbildungsveranstaltungen - unter Fokussierung der o. g. Schwerpunkte - durch und dient/dienen dem Kollegium der eigenen Schule sowie den Kolleginnen und Kollegen der Schulen der Region als Ansprechpartner. Mit Beginn des Schuljahres 2000/01 sind neun "assoziierte Schulen" in das Projekt integriert worden. An diesen Schulen wird sich jeweils ein Kollege in Zusammenarbeit mit dem in dieser Region tätigen Multiplikator sukzessive als Ansprechpartner für die Schwerpunkte des Projekts qualifizieren.

Perspektive

Ein langfristiges Ziel besteht in der Implementierung regionaler Fortbildungsnetzwerke, welche kooperatives, selbstgesteuertes, lebenslanges Lernen von Lehrerinnen und Lehrern ebenso unterstützen wie Schulentwicklungsprozesse befördern helfen.

Stand des Entwicklungsprozesses

Zielsetzungen im Projekt ForMeL G bis 2003

Projektziele und Indikatoren für die Zielerreichung

Ziel I

Regionale Fortbildungsnetzwerke, welche kooperatives, selbstgesteuertes, lebenslanges Lernen der Lehrer/innen von- und miteinander befördern helfen, sind etabliert.

Indikatoren

Fortbildungsschulen in den Regionen kooperieren im Netzwerk,
- Multiplikatoren fungieren im eigenen Kollegium und in der Region als kompetente Ansprechpartner,
- Multiplikatoren bieten nach schulinternen, regionale Fortbildungen, Workshops und Treffen an
- Multiplikatoren qualifizieren - in Zusammenarbeit mit der Projektleitung - weitere Multiplikatoren (kooperatives Arbeiten, Modell-Lernen, Erfahrungsaustausch, theoriegeleitete Praxisreflexion, Konzeptentwicklung)

Ziel II

a)
Ein die didaktisch-methodischen Besonderheiten der Grundschule berücksichtigendes Qualifizierungsprogramm für Lehrer/innen zur Erweiterung der technisch-instrumentellen und fachlich-didaktischen Kompetenz im Einsatz von neuen Medien in der Grundschule ist entwickelt, erprobt und wird in den Netzwerkschulen umgesetzt

b)
Fortbildungskonzepte zum Lernen mit neuen Medien in der Grundschule sind entwickelt, erprobt, dokumentiert und werden in regionalen Fortbildungen praktiziert

Indikatoren

Multiplikatoren erarbeiten, erproben und evaluieren in Zusammenarbeit mit der Projektleitung Fortbildungsangebote (Veranstaltungsreihen, Workshops, Arbeitskreise, Tutoring), überführen diese in übertragbare Fortbildungsmodelle und dokumentieren diese (Fortbildungsmodule)

Ziel III

Didaktische Konzepte zur Einbeziehung neuer Medien im Unterricht der Grundschule werden in den Netzwerkschulen ausgetauscht, erprobt und weiter entwickelt

Indikatoren

Multiplikatoren erproben und dokumentieren didaktische Konzepte für einen - sach-/fachgerechten - Medieneinsatz im Grundschulunterricht (Unterrichtsmodelle); Austausch darüber in schulinternen und regionalen Konferenzen

Ziel IV

Lernformen und Lernumgebungen, die durch situiertes, selbstgesteuertes und kooperatives Lernen sowie eine Veränderung der Rolle von Lehrenden und Lernenden bei der Nutzung neuer Medien in Lehr-/Lernprozessen charakterisiert sind, sind entwickelt und erprobt worden und etablieren sich in den Grundschulen

Indikatoren

Multiplikatoren praktizieren - und reflektieren - in Fortbildungen modellhaft Elemente neuer Lernkultur und befähigen/motivieren Kollegen, diese auf ihren Unterricht zu übertragen (reflektierte Praxis)

 

Ansprechpartnerin:
Projektleitung ForMeL G: Dagmar Wilde
Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM)

ForMeL G ist ein Projekt im Rahmen des BLK-Modellvorhabens SEMIK

Homepage

 

©opyright Dagmar Wilde, Berlin, April 2001

letzte Aktualisierung 12.04.2003

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